{"id":114662,"date":"2011-01-31T21:26:26","date_gmt":"2011-01-31T19:26:26","guid":{"rendered":"http:\/\/ekrah.com\/start\/?page_id=114662"},"modified":"2020-02-26T16:38:57","modified_gmt":"2020-02-26T14:38:57","slug":"corporate-social-responsibility","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/corporate-social-responsibility\/","title":{"rendered":"Corporate Social Responsibility"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Unter dem Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) werden jene Unternehmen zusammen gefasst, die sich sozial, \u00f6kologisch und nachhaltig engagieren. Im amerikanischen Raum ist diese Bezeichnung weit verbreitet. In vielen Unternehmen ist diese Aufgabe einem festen Bereich im Unternehmen gewidmet. So finden sich in den Stellenanzeigen oftmals die Positionen von CSR-Mitarbeitern oder -Verantwortlichen, die durch ihre speziellen Kenntnisse die entsprechenden Aktivit\u00e4ten im Unternehmen realisieren sollen. In der deutschen Wirtschaft, speziell im Mittelstand, ist CSR noch wenig verbreitet. Jedoch lassen sich auch hier zunehmend mehr und mehr Aktivit\u00e4ten verzeichnen. Die Unternehmen engagieren sich vermehrt in internen und externen Bereichen, sind mit den Hintergr\u00fcnden des CSR jedoch wenig vertraut.<br \/>\n<a class=\"external text\" href=\"http:\/\/ekrah.com\/start\/downloads\/corporatesocialresponsibility\/csr_eckehard_krah.zip\" rel=\"nofollow\">Download source dieser Arbeit<\/a> (password protected) (16MB)<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Einleitung\" class=\"mw-headline\"> 1 Einleitung <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wirtschaft steht in einem Austausch und einer Wechselwirkung mit der Gesellschaft. Unternehmen, die \u00fcber kein ausreichend ausgepr\u00e4gtes soziales Umfeld verf\u00fcgen, k\u00f6nnen nicht auf Dauer existieren. Im Gegenzug ger\u00e4t jede Gesellschaft ohne wirtschaftliches Gleichgewicht ins Wanken. Der Staat hat die Aufgabe, dieses Gleichgewicht durch Gesetze und eine auf Stabilit\u00e4t basierende Politik zu untermauern. Diese Stabilit\u00e4t wird seitens der Unternehmen durch die Versorgung der Gesellschaft mit Waren und Dienstleistungen best\u00e4rkt. Gleichzeitig bieten die Unternehmen Arbeitspl\u00e4tze \u00fcber die Schiene der Ausbildung und soziale Leistungen an. Werden Arbeitspl\u00e4tze in das Ausland verlagert, f\u00fchrt dies mit jedem abwandernden Unternehmen zu einer weiteren Verschiebung des Gleichgewichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die starke Globalisierung sind die Anspr\u00fcche an das Gleichgewicht gestiegen. Dieses Gleichgewicht ist jedoch im Zuge der Internationalisierung ins Wanken geraten. Arbeiter und Angestellte, die zuvor ihren Lohn konsumieren konnten, werden nun vom Staat unterst\u00fctzt. Die Unternehmen entziehen sich der Verantwortung und wollen lediglich, da\u00df ihre G\u00fcter konsumiert und zu g\u00fcnstigsten Preisen in Billiglohnl\u00e4ndern hergestellt werden, damit ihre Gewinnspanne steigt. Volkswirtschaftlich gesehen werden sich mittel- bis langfristig nur wenige Einheimische die im Ausland produzierten G\u00fcter leisten k\u00f6nnen, da ihnen ja das Einkommen fehlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Unternehmen kommt somit eine gesellschaftliche Verantwortung zu, indem sie die Gesellschaft mit Arbeitspl\u00e4tzen, sozialen Leistungen und Ausbildung versorgt. Diese Leistungen sind das Schmiermittel eines funktionierenden Gemeinwesens. Die Unternehmen rufen im Rahmen der Globalisierung oft nach mehr Freiheiten, die Gesellschaft fordert jedoch ein h\u00f6heres Verantwortungsbewusstsein der Betriebe. Damit die gesellschaftlichen Erwartungen als auch die betrieblichen Freiheiten in Einklang gebracht werden k\u00f6nnen, bedarf es eines gegenseitigen, partnerschaftlichen Umgangs. Viele Unternehmen \u00fcbernehmen heute soziale und \u00f6kologische Verantwortung. Sie k\u00f6nnen im Rahmen ihrer Aktivit\u00e4ten auf eine lange Tradition sozialer und \u00f6kologischer Aktivit\u00e4ten verweisen. So ist die Erkenntnis einer zunehmenden Anzahl von Firmen und Konzernen, gesellschaftlich Verantwortung zu \u00fcbernehmen, darauf zur\u00fcck zu f\u00fchren, da\u00df auch sie erkannt haben, da\u00df wirtschaftliches und nachhaltiges Handeln letztendlich zu einer intakten Gesellschaft f\u00fchrt.<sup>1<\/sup> Die gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit der Unternehmen und der Gesellschaft wird dann deutlich, wenn das Unternehmen, als auch die Mitglieder der Gesellschaft einen geeigneten Mittelweg finden.<sup>2<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf die volkswirtschaftlichen Fragen wird deutlich, da\u00df vor dem Hintergrund der Globalisierung die Staaten auf den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen angewiesen sind. Die von den USA bekannte liberale Marktwirtschaft beruht auf dem Freiheitsgedanken und der Verantwortung jedes Einzelnen gegen\u00fcber sich selbst, wohingegen die soziale Marktwirtschaft Kontinentaleuropas die Bef\u00fcrwortung von sozialem Ausgleich mit der Freiheit verbindet. Hier verbinden auch die Share- und Stakeholder neben der Realisierung von Wachstumszielen \u00f6kologische, soziale und ethische Ziele.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztendlich liegt es jedoch bei jedem Unternehmen selbst, Freir\u00e4ume eigenverantwortlich zu schaffen und einen Ausgleich des sozialen Umfeldes vorzunehmen. Denn auch ein Wachstum im Hinblick auf die Reputation und die Glaubw\u00fcrdigkeit des Unternehmens kann letztendlich den Wert des Unternehmens steigern. Diese Art der sozialen Verantwortung wird unter dem Begriff der Corporate Social Responsibility zusammengefasst. Es wird also die gemeinschaftliche Verantwortung der Unternehmen gegen\u00fcber der Gesellschaft ausgedr\u00fcckt. Dies geht weit \u00fcber Bereiche wie Sponsoringaktivit\u00e4ten oder Spenden hinaus. Vielmehr konzentriert sich das Unternehmen im Zuge der Corporate Social Responsibility auf seine soziale Verantwortung, die sich im Rahmen unterschiedlicher Aktivit\u00e4ten, wie beispielsweise das Engagement in regionalen, sozialen und kulturellen Aktivit\u00e4ten, widerspiegelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf die historische Entwicklung der Corporate Social Responsibility lassen sich unterschiedliche Auffassungen und Ans\u00e4tze einer nachhaltigen Unternehmensf\u00fchrung identifizieren. Diesbez\u00fcglich l\u00e4sst sich auch seitens der Politik sowie unterschiedlicher Anspruchsgruppen, die Anforderungen anmelden, eine Unsicherheit beobachten. Die \u00dcbernahme von gesellschaftlicher Verantwortung nimmt an Bedeutung zu. \u00dcber 80% der Unternehmen engagieren sich in CSR-Aktivit\u00e4ten, welche mit der Gr\u00f6\u00dfe des Unternehmens zunehmen. Dennoch sehen viele Unternehmen Probleme in ihrem Handeln bez\u00fcglich gesellschaftlicher Verantwortung. Dies ist insbesondere dann zu beobachten, wenn sich Defizite im strategischen F\u00fchrungsverhalten erkennen lassen. Dies schlie\u00dft auch die Umsetzung mit ein, da die Mitarbeiter oder die Partner des Unternehmens in Bezug auf diese Aktivit\u00e4ten nicht entsprechend angeleitet werden k\u00f6nnen. In dessen Folge ergeben sich Konflikte in der seitens der Anspruchsgruppen wahrgenommenen \u00dcbernahme von gesellschaftlicher Verantwortung als auch in dem tats\u00e4chlichen Engagement der Betriebe.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\".C3.9Cberblick_und_historischer_Abriss\" class=\"mw-headline\"> 2 \u00dcberblick und historischer Abriss <\/span><\/h1>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"CSR_in_Deutschland\" class=\"mw-headline\"> 2.1 CSR in Deutschland <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl CSR in KMU noch Neuland darstellt, ist das selbstverantwortliche Handeln in vielen kleinen und mittleren Betrieben mit einer langen Tradition verbunden. Auch in der Schweiz werden von den Mitarbeitern und B\u00fcrgern viele soziale Aufgaben, ohne die ein gutes Miteinander oftmals nicht m\u00f6glich w\u00e4re, \u00fcbernommen. Die positiven Aspekte lassen sich anhand des Wohnungsbaus und der Bildung erkennen. So sind vor allem in l\u00e4ndlichen Gebieten, <i>wo Jeder Jeden kennt<\/i>, eine Vielzahl von Aktivit\u00e4ten in der Vereinsarbeit, wie beispielsweise das Sponsoring, vertreten. Hier ist auch die Lokalpolitik fest eingebunden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Die_Anf.C3.A4nge_in_den_USA\" class=\"mw-headline\"> 2.2 Die Anf\u00e4nge in den USA <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA hat das CSR wichtige historische Wurzeln. Die amerikanischen Unternehmen bef\u00fcrchteten in den 30er Jahren starke Auflagen im Hinblick auf ihre sozialen Aufgaben. Man verstand das Unternehmen als Teil der Gesellschaft, das sich ihrer Verantwortung zunehmend bewusst wurde. Da Unternehmen gesellschaftliche Leistungen in Anspruch nehmen w\u00fcrden, war man schon damals der Auffassung, da\u00df sich diese auch sozial am gesellschaftlichen Leben beteiligen m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem zweiten Weltkrieg \u00fcbernahmen erste Anspruchsgruppen in den Vereinigten Staaten zunehmend die Rolle der Unternehmen, welche sich in Bezug auf ihre gesellschaftliche Verantwortung bewusst waren. Die soziale Verantwortung der Unternehmen sollte sich an den gesellschaftlichen Erwartungen und Werten orientieren. In den USA ist seit jeher ein freiwilliges, zivilgesellschaftliches und b\u00fcrgernahes Engagement mit kulturellem Hintergrund von enormer Wichtigkeit. Jedoch kann an dieser Stelle angemerkt werden, da\u00df genau dieses b\u00fcrgerliche Engagement in den Vereinigten Staaten eine Notwendigkeit darstellt und weniger als eine freie Handlung zu sehen ist. Dieses Engagement sollte eine Vorbildfunktion f\u00fcr die europ\u00e4ische soziale Sicherung sein. Der Ursprung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen ist also in den USA zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland erkannte man diesen Trend und so dauerte es nicht lange, bis eine verst\u00e4rkte Diskussion \u00fcber die Rolle der Betriebe auch hier angeregt wurde. Durch den bereits angesprochenen organisierten sozialen Background in Europa wurde diese Diskussion unauff\u00e4lliger gef\u00fchrt als in den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitens der Politik spielt das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit eine wichtige Rolle. Die Aktivit\u00e4ten ihrerseits konzentrieren sich auf die Entwicklung eines Kodex. Aber auch die Unternehmen haben sich zum <i>Forum f\u00fcr nachhaltige Entwicklung<\/i> zusammengeschlossen. Die Ziele des Zusammenschlusses sind der Dialog \u00fcber nachhaltige Verantwortung und die Gestaltung gesellschaftlicher Ziele.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"CSR_in_Europa\" class=\"mw-headline\"> 2.3 CSR in Europa <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Blick auf Europa sei eine eindeutige Definition der Europ\u00e4ischen Union, die seit der Jahrtausendwende niedergeschrieben ist und sich auf die sozialen und \u00f6kologischen Dimensionen bezieht, benannt. Letztendlich hat die Europ\u00e4ische Kommission eine Definition vorausgeschickt, die wie folgt lautet: <i>\u201eSoziale Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responsibility &#8211; CSR) ist ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, um auf freiwilliger Basis soziale und \u00f6kologische Belange in ihre Unternehmenst\u00e4tigkeit und ihre\u00a0Beziehungen zu den Stakeholdern zu integrieren.\u201c<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese allgemein anerkannte Definition der EU-Kommission betont das Freiwilligkeitsprinzip der CSR. Folglich liegen die freiwilligen Aktivit\u00e4ten \u00fcber den gesetzlichen Anforderungen. Jedoch setzt die Kommission neben den sozialen- und Umweltaspekten die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen voraus, ohne die letztendlich auch kein nachhaltiges Handeln entstehen kann. Denn Unternehmen, die Verluste einfahren, werden versuchen, Kosten in s\u00e4mtlichen Bereichen einzusparen, um wieder in die Gewinnzone zu rutschen. Die Unternehmen sollten jedoch auch in schwierigen Zeiten versuchen, soziale Belange und Umweltbelange im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung zu realisieren, um so besser noch, wenn dies auf freiwilliger Basis geschieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meffert definiert CSR als ein integrierendes Unternehmenskonzept mit einem Wertgeist und den Zielen des Unternehmens, dessen Rolle in der Gesellschaft und der damit einhergehenden Verantwortung definiert ist. Hier werden die Belange der \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und sozialen Aktivit\u00e4ten eines Unternehmens zur freiwilligen \u00dcbernahme gesellschaftlicher Verantwortung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verstanden. Die Integration der Aktivit\u00e4ten in den betrieblichen Alltag sowie die Sicherstellung der langfristigen Beziehungen mit den Stakeholdern sind zentrale Bestandteile des CSR.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In dem seitens der EU konkretisierten Konzept sind also verschiedene Elemente, die an dieser Stelle zusammengefasst werden sollen, integriert:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die unternehmerischen Aktivit\u00e4ten sind freiwillig und gehen \u00fcber die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus<\/li>\n<li>Der Corporate Social Responsibility-Gedanke umfasst \u00f6kologische, soziale als auch wirtschaftliche Ziele und ist somit \u2026<\/li>\n<li>\u2026 ein wesentlicher Bestandteil der eigentlichen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und nicht nur eine f\u00fcr das Reputationsmanagement f\u00f6rdernde Begleitaufgabe<\/li>\n<li>Corporate Social Responsibility ist verkn\u00fcpft mit dem Stakeholder-Ansatz<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz dieser weitreichenden Festlegungen haben diese genannten Elemente zu zahlreichen Diskussionen gef\u00fchrt. Beispielsweise wird die Freiwilligkeit und die Verbindlichkeit bei neuen Regulierungen und Normen verschieden diskutiert. CSR hat zu vielen sozialen und \u00f6kologischen Herausforderungen gef\u00fchrt. Seitens der Politik wird dieses Thema jedoch nur z\u00f6gerlich diskutiert.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\"><span id=\"Entwicklung_von_Corporate_Social_Responsibility\" class=\"mw-headline\"> 3 Entwicklung von Corporate Social Responsibility <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Brundtland-Kommission entwickelte bereits im Jahre 1987 eine eigene Definition. Hier ging es insbesondere um eine nachhaltige Entwicklung, die es erlaubt, die eigenen Bed\u00fcrfnisse zu befriedigen, ohne da\u00df nachkommende Generationen hierbei Schaden nehmen d\u00fcrfen. Aus dieser Dimension heraus entstand ein Drei-S\u00e4ulen-Modell, welches sich auf das Nachhaltigkeitsprinzip st\u00fctzt.<sup>3<\/sup> Umweltbezogene, soziale und wirtschaftliche Ziele bilden die drei S\u00e4ulen, welche parit\u00e4tisch umgesetzt werden sollen. Jedoch ist dies in der praktischen Umsetzung nicht immer einfach, da hier unterschiedliche Schwierigkeiten zu erwarten sind. Es kann sein, dass die drei Ziele in einem Widerspruch zueinander stehen und somit die \u00f6konomischen, sozialen als auch wirtschaftlichen Ziele unterschiedlich gewichtet sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf die strategische Entwicklung des CSR erhalten Unternehmen eine neue gesellschaftliche Verantwortung. Fr\u00fcher wurzelten diese Verantwortungen eher auf ethischer Basis, heute hingegen sind diese als Grundlage der Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit zu finden. Die CSR-Aktivit\u00e4ten werden also in den Gesch\u00e4ftsprozessen entlang der Wertsch\u00f6pfung verankert. Risiken und Chancen werden von den strategischen \u00dcberlegungen abgedeckt. Diese ergeben sich letztendlich aus verschiedenen Gesch\u00e4ftsfeldern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verbindung der strategischen Ebene mit den Prozessen und Strukturen der gesamten Organisation ist im Hinblick auf die zuvor festgelegten Themen sinnvoll. Wenn die Prozesse in der Organisation fest verankert sind, k\u00f6nnen konkrete Umsetzungsschritte geplant werden. Letztendlich kann dann eine konkrete Weiterentwicklung und eine umfassende Steuerung sowie eine kontinuierliche Optimierung der Prozesse angestrebt werden.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Anspruchsgruppen_des_Corporate_Social_Responsibility\" class=\"mw-headline\"> 4 Anspruchsgruppen des Corporate Social Responsibility <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Stakeholder-Ansatz ist in dem Konzept der Anspruchsgruppen, wie es die Europ\u00e4ische Kommission definiert hat, integriert. Diese Art der Orientierung ist sehr jung gehalten. Jedoch fokussierte die betriebswirtschaftliche Forschung vor allem den \u00f6konomischen Gewinn und stellte die Stakeholder in die zweite Reihe. Dies wird um so klarer, wenn man sich die Entwicklung der Balanced Scorecard ansieht. In der traditionellen Sichtweise der Unternehmen wurden auch hier lediglich finanzielle Sichten betrachtet. Durch die Einf\u00fchrung der Karte gelang es, unterschiedliche Anspruchsgruppen in den Planungsprozess zu integrieren und damit einen l\u00e4ngerfristigen wirtschaftlichen Erfolg f\u00fcr das Unternehmen sicher zu stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Stakeholder-Ansatz der CSR konzentriert seine Bestrebungen auf die Wechselwirkungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen innerhalb und au\u00dferhalb der Organisation. Er fragt nach den Sichtweisen und den Erwartungen an das Unternehmen und hat somit eine \u00e4hnliche Vorgehensweise wie die Balanced Scorecard. Werden verschiedene Sichten in die strategische Entwicklung des Unternehmens integriert, lassen sich erste Ma\u00dfnahmen schnell erkennen. Folglich kann dann auch der l\u00e4ngerfristige Gewinn des Unternehmens gesichert werden. Konkrete Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen darin bestehen, dass s\u00e4mtliche Erwartungen seitens der Anspruchsgruppen erf\u00fcllt werden. Damit dies geschehen kann, bedarf es jedoch in einem ersten Schritt einer Festlegung der Anspruchsgruppen. In einem weiteren Schritt sollten diese in die drei Felder <i>interne Anspruchsgruppen, externe Partner<\/i> und <i>Gesellschaft<\/i> unterteilt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter Stakeholdern werden in erster Linie s\u00e4mtliche Charaktere und Institutionen, die freiwillig und unfreiwillig, direkt oder indirekt Einfluss auf das System haben, gefasst. Die Stakeholder tragen somit positiv oder negativ zu den Aktivit\u00e4ten des Unternehmens bei. Dabei k\u00f6nnen Stakeholder durch Befragungen, Interviews oder Expertengespr\u00e4che identifiziert werden. Die Stakeholder von KMU sind beispielsweise Kapitalgeber, Mitarbeiter, Umweltverb\u00e4nde, politische Gremien oder die Medien im lokalen Umfeld. Es steht au\u00dfer Frage, dass ein Unternehmen s\u00e4mtlichen Anspruchsgruppen gerecht werden kann, jedoch sollte es einen geeigneten Mittelweg finden. Die Befriedigung der Anspruchsgruppen ist als ein kontinuierlicher Prozess, der Widerspr\u00fcchlichkeiten versucht zu minimieren, zu verstehen. Dies kann jedoch nur dann geschehen, wenn Priorit\u00e4ten gesetzt und gewisse Entscheidungen beg\u00fcnstigt werden. Priorit\u00e4ten k\u00f6nnen beispielsweise die Dringlichkeit, die Legitimit\u00e4t oder das Risikopotenzial gewisser Ma\u00dfnahmen sein. Wichtig ist jedoch, dass viele Stakeholder im Rahmen kommunikativer Ma\u00dfnahmen geh\u00f6rt und ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Interne_Anspruchsgruppen_von_CSR-Aktivit.C3.A4ten\" class=\"mw-headline\"> 4.1 Interne Anspruchsgruppen von CSR-Aktivit\u00e4ten <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die CSR sieht ihre Aufgaben in der gesellschaftlichen Verantwortung. Das hat vor allem in kleinen Unternehmen eine lange Tradition. Hier existieren nur wenige Managementebenen, soda\u00df der Unternehmensf\u00fchrung letztendlich eine wichtige Bedeutung zukommt. Sie mu\u00df die Aufgaben meistern und kann sie, wenn \u00fcberhaupt, nur vereinzelt bestimmten Managern oder Mitarbeitern \u00fcbertragen. Die CSR-Aktivit\u00e4ten sind stark in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens zu suchen. Hier wird die systematische Integration in s\u00e4mtliche Gesch\u00e4ftsbereiche und die Realisierung durch die entsprechenden Mitarbeiter forciert, denn diese sind eine der am direktesten und st\u00e4rksten betroffenen Gruppen. So sollte sich das gesellschaftliche Engagement zun\u00e4chst auf das eigene Unternehmen innerhalb der betrieblichen Grenzen konzentrieren. Dies kann in Form von Aus- und Weiterbildungsma\u00dfnahmen geschehen. Folglich wird auch die Sozialkompetenz der Mitarbeiter gef\u00f6rdert, da sie durch ihr pers\u00f6nliches Weiterkommen motiviert werden. Dies f\u00f6rdert hingegen wiederum die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Externe_Anspruchsgruppen\" class=\"mw-headline\"> 4.2 Externe Anspruchsgruppen <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als externe Anspruchsgruppen k\u00f6nnen die Kunden und Partnerorganisationen wie Lieferanten gesehen werden. Hierbei h\u00e4ngt es von der Gr\u00f6\u00dfe des eigenen Unternehmens selbst, als auch von der Gr\u00f6\u00dfe der Partner ab, inwiefern sich die \u00dcbernahme von Aufgaben, Risiken und Verpflichtungen externer Anspruchsgruppen realisieren l\u00e4sst. Den Kunden kommt eine ganz entscheidende Rolle in der CSR-Entwicklung zu, da sie es letztendlich sind, die den Erfolg des Unternehmens ausmachen. Jedoch ist es auch von der Branche abh\u00e4ngig, welche Anspruchsgruppen bevorzugt werden. Starke Promotoren, wie z.B. Netzwerke und Verb\u00e4nde, k\u00f6nnen hier richtungsweisend sein. Aber auch H\u00e4ndler und Analysten sind starke Einflu\u00dftr\u00e4ger. Seitens der Zulieferer sind soziale und \u00f6kologische Kriterien zunehmend wichtig, da sie oftmals die l\u00e4ngerfristige und vertrauensvolle Gesch\u00e4ftsbeziehung sichern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Lieferanten kommt im Zuge des Fair Trade ebenfalls eine wichtige Bedeutung zu. Hier ist das Internet mit seinen Web 2.0-Technologien ein treibender Faktor, der eine enorme Dynamik in die Transparenz und die Kommunikation von unterschiedlichen Anspruchsgruppen in die Unternehmensumwelt mit einbringt. Gerade im Bereich der KMU liegt hier ein enormes Entwicklungspotential, da KMUs flexibler auf einzelne Anspruchsgruppen eingehen k\u00f6nnen. Letztendlich k\u00f6nnen sich dadurch auch Innovationsprozesse entwickeln und der Unternehmenserfolg kann sich erweitern.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Lokale_und_internationale_Anspruchsgruppen\" class=\"mw-headline\"> 4.3 Lokale und internationale Anspruchsgruppen <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Orientierung der KMU ist zun\u00e4chst regional und national gepr\u00e4gt, jedoch sind auch viele Spartenunternehmen in erster Linie international ausgerichtet, da f\u00fcr beispielsweise Spezialmaschienen der regionale Markt sehr klein ist. Im lokalen Umfeld ist das soziale Engagement oftmals sehr ausgepr\u00e4gt und im Rahmen einer Tradition \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum vorhanden. Es reicht vom Sponsoring gesellschaftlicher Aktivit\u00e4ten bis hin zu gesellschaftlichen Anl\u00e4ssen und Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies schlie\u00dft den Einsatz in Vereinen und die freiwillige unbezahlte Mitarbeit au\u00dferhalb der Unternehmen mit ein. Je nach Branche und Region w\u00e4chst jedoch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit. Durch die stetig steigende Globalisierung r\u00fccken auch die asiatischen M\u00e4rkte in den Fokus der Betrachtung. Hier k\u00f6nnen nun auch KMU vom Bedarf der Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder profitieren. Dies birgt jedoch auch Gefahren und Herausforderungen in sich, da in diesen Regionen die rechtlichen als auch ethischen Normen keinen hohen Stellenwert genie\u00dfen. Es kann dazu f\u00fchren, dass Sicherheits- und Gesundheitsrisiken weniger konsequent entgegengewirkt wird. Aus diesem Grunde stellt die CSR eine unternehmerische Herausforderung dar, was bedeutet, dass s\u00e4mtliche Anspruchsgruppen und Handlungsfelder in Einklang zu bringen sind.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Corporate_Social_Responsibility_als_unternehmerische_Aktivit.C3.A4t_begreifen\" class=\"mw-headline\"> 5 Corporate Social Responsibility als unternehmerische Aktivit\u00e4t begreifen <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele Unternehmen stellen sich erst gar nicht die Frage, ob sie unternehmerisch handeln wollen, sie k\u00f6nnen gar nicht anders. Sie handelten bereits immer so und waren es im Bereich der Familienbetriebe so gewohnt. Viele Unternehmen treibt eine tiefgreifende \u00dcberzeugung, dass sozial \u00f6kologische Verantwortung Voraussetzung f\u00fcr ein nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften ist. Denn f\u00fcr Jungunternehmen als auch f\u00fcr eingesessene KMU ist es wichtig, Gewinne zu erzielen. Bekannte Unternehmen sehen sich als Teil einer gerechten Gesellschaft, die auf der Suche nach optimalen L\u00f6sungen f\u00fcr bestimmte Probleme ist. So sind viele KMU bei der Entwicklung interessanter Produkte beteiligt und schaffen somit einen erfolgversprechenden Nutzen im Zuge der Sicherung von Arbeitspl\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die konkreten Handlungen des Unternehmens nehmen gestaltend Einflu\u00df auf die ethischen Ziele des Unternehmens. Diese erzielen letztendlich eine lebensfreundliche Welt und ein gerechtes solidarisches Zusammenleben. Nun stellt sich die Frage, in welchen Handlungsfeldern demzufolge agiert werden soll. Diesbez\u00fcgliche Entscheidungen sind von der Gesch\u00e4ftsleitung jedes Unternehmens zu f\u00e4llen. Sie werden auch als unternehmerische Freiheit erlebt und bergen eine Reihe von zu erf\u00fcllenden Fakten. Das Unternehmen sollte schlussendlich von der Gesellschaft als solidarisch, sozial verantwortlich, wissenschaftlich leistungsf\u00e4hig, erfolgreich und wachstumsorientiert als auch \u00f6kologisch vorbildlich eingestuft werden. Konkret m\u00fcssen jedoch fundierte Ma\u00dfnahmen, die sich beispielsweise im Spenden der Gr\u00fcnderfamilie, durch die F\u00f6rderung von Bev\u00f6lkerungsgruppen als auch einzelner Menschen widerspiegeln, getroffen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So kommen zunehmend mehr KMU dazu, ihr CSR bewusst zu gestalten und auf die Unternehmensstrategie abzustimmen. Hier ist jedoch eine Abkehr von der reinen Sponsorenaktivit\u00e4t hin zu gemeinsamen Interessen zu beobachten. Als Beispiel kann hier die Rehabilitationsklinik im lokalen Umfeld oder die Zusammenarbeit mit Integrationswerkst\u00e4tten genannt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das freiheitliche Denken des CSR-Konzepts hat zwei Dimensionen, die zum einen \u00fcber das <i>Was<\/i> getan werden soll und zum anderen \u00fcber das <i>Wie<\/i> es getan werden soll, entscheiden. So existieren Ans\u00e4tze des sozialen, kulturellen und gesellschaftskulturellen Engagements, welche unterschiedliche Themen in den Vordergrund stellen. Es gen\u00fcgt jedoch nicht, nur gute Absichten zu haben, vielmehr ist es wichtig, auch Gutes gut zu tun. CSR stellt sich letztendlich als ein Element der Unternehmenskultur dar, das sich schlecht abgrenzen l\u00e4sst. So ist es nicht mehr ausreichend, dass Unternehmen beispielsweise \u00f6kologische Produkte einkaufen sondern es sollte auch darauf geachtet werden, dass diese Produkte im Rahmen des Fair Trade gehandelt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der internen Ebene kann gesagt werden, dass die Mitarbeiter nicht nur einen guten Lohn und gute Sozialleistungen anstreben, vielmehr wollen sie auch gerecht behandelt werden, denn die eigentliche Motivation der Mitarbeiter entsteht oftmals aus nebens\u00e4chlichen, nicht-finanziellen Dingen.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\"><span id=\"Corporate_Social_Responsibility_als_Kommunikationsinstrument\" class=\"mw-headline\"> 6 Corporate Social Responsibility als Kommunikationsinstrument <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade in mittelst\u00e4ndischen Unternehmen wird deutlich, dass CSR-Aktivit\u00e4ten in hohem Ma\u00dfe von der Kommunikation leben. Seitens der Unternehmensleitung wird immer wieder betont, dass sich CSR oftmals als nichts weiteres als Kommunikation versteht. Dabei wird die direkte Interaktion zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten gesucht, um zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen eine L\u00f6sung zu finden. So kann ethisches Wirtschaften nur in einer offenen Kultur erfolgen. Dazu ist ein Austausch erforderlich, um die jeweils andere Seite kennen zu lernen und ihr zu vertrauen. Wenn Barrieren und \u00c4ngste abgebaut sind, verschwinden auch die Probleme am Arbeitsplatz. So ist auch der Aufbau zu Gesch\u00e4ftspartnern elementar. Erstrebenswert ist hier ein gegenseitiger vertrauensvoller Umgang miteinander. So kann es vorkommen, dass die Unternehmenskultur in starkem Ma\u00dfe durch externe Einfl\u00fcsse gepr\u00e4gt ist und die Strategie des Unternehmens weitreichend mitbestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Geht es um Innovationen, so spielt eine direkte, vertrauensvolle und unkomplizierte Kommunikation eine ganz wesentliche Rolle, da dies die Kreativit\u00e4t und Selbstorganisation der Mitarbeiter st\u00e4rkt. Hier ist es wichtig, dass sich CSR-Aktivit\u00e4ten in Teilbereichen des Unternehmens umsetzen lassen. Sollen s\u00e4mtliche geplante Aktivit\u00e4ten realisiert werden, k\u00f6nnte dies das Unternehmen \u00fcberfordern. Damit das nicht geschieht, m\u00fcssen Selektionen, die einzelne Handlungsfelder gestaltbar machen, vorgenommen werden. Oftmals kommen CSR-Aktivit\u00e4ten aus einem Brainstorming heraus. Einzelne Anspruchsgruppen haben Ideen, die sich als zuversichtlich erweisen. Folglich entstehen Schwerpunkte, die sich als erfolgversprechend herausstellen. Jedoch k\u00f6nnen CSR-Aktivit\u00e4ten auch gezielt konzipiert werden. Der Vorteil besteht darin, dass Ressourcen bereit gestellt und gezielt in die Unternehmensstrategie integriert werden k\u00f6nnen. Damit dies geschehen kann, sollte sich das Unternehmen einiger wichtiger Fakten im Klaren sein, die im Folgenden dargelegt sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Identifikation der internen Anspruchsgruppen. Wie ist die spezifische Gestaltung dieser vorzunehmen?<\/li>\n<li>Analyse der externen Partner. Welche Bedeutung haben sie f\u00fcr das Unternehmen? Wie gruppieren sie sich in der gesellschaftlichen Struktur? Was sind die aus der Sicht der jeweiligen Gruppierungen die wichtigsten Umweltfaktoren?<\/li>\n<li>Wie stellen sich die Beziehungen zu den Stakeholdern dar? Was sind die Auswirkungen dieser Beziehungen und wie wirken sich diese auf den Gesch\u00e4ftserfolg aus?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr eine noch n\u00e4here Identifikation und Analyse der CSR-Anspruchsgruppen k\u00f6nnen weitere Fragen hilfreich sein:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Was ist das Kerngesch\u00e4ft des eigenen Unternehmens? Welche Vision und welche damit einhergehende Strategie wird verfolgt?<\/li>\n<li>Wie ist die Informationslage \u00fcber das betreffende Unternehmen? Welche zus\u00e4tzlichen Informationen sind wichtig?<\/li>\n<li>In welchem Umfeld hat sich das Unternehmen angesiedelt? Was sind die wichtigen Einflussfaktoren? Wie beeinflusst das Umfeld das Unternehmen und umgekehrt?<\/li>\n<li>Welche Risiken bestehen hinsichtlich der Gestaltung? Ist das Unternehmen in seinen Pl\u00e4nen der Kritik ausgesetzt?<\/li>\n<li>Welche Ma\u00dfnahmen sind konkret zu realisieren? Mit welchem Aufwand sind diese Ma\u00dfnahmen machbar?<\/li>\n<li>Wer soll in die Entscheidungsprozesse des Unternehmens einbezogen werden? Mit wem m\u00fcssen R\u00fcckkopplungen realisiert werden?<\/li>\n<li>Wer sind die Adressaten von CSR-Ma\u00dfnahmen?<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wirft man einen Blick auf die Stakeholder, so wird deutlich, dass diese unter drei Aspekten betrachtet werden k\u00f6nnen. Zum einen ist hier die Rolle im Entscheidungsprozess, welcher in konkreten CSR-Aktivit\u00e4ten m\u00fcndet, zu nennen. Weiterhin ist der direkte Nutzen, der f\u00fcr jeden Stakeholder entsteht, von enormer Bedeutung. Zum Dritten ist die Rolle des Stakeholders als Promoter, der beispielsweise f\u00fcr ein sozial\u00f6kologisches Bewusstsein und sozial\u00f6kologische Verantwortung steht, zu nennen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Handlungen_in_Bezug_auf_die_Mitarbeiter\" class=\"mw-headline\"> 6.1 Handlungen in Bezug auf die Mitarbeiter <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Mitarbeitern handelt es sich um ein naheliegendes Handlungsfeld. Hierbei werden vor allem die Arbeitsbedingungen n\u00e4her beleuchtet. Mitarbeiter sind hier nicht nur als Arbeitnehmer zu sehen, sondern vielmehr als Ideengeber und wichtige Partner, die ein gemeinsames Ziel der erfolgreichen Unternehmensf\u00fchrung realisieren. Jedoch werden gute Arbeitsbedingungen als Voraussetzung f\u00fcr Motivation und gute Leistungen gesehen. Unter guten Arbeitsbedingungen versteht man jedoch nicht nur die Ausgestaltung der Werkst\u00e4tten und B\u00fcros, vielmehr wird unter diesem Begriff auch der Respekt und die Wertsch\u00e4tzung jedes Einzelnen ausgedr\u00fcckt. Im Vergleich zu fr\u00fcher kann die Entwicklung der CSR aufgezeigt werden. Leistungen, die vor geraumer Zeit noch als vorbildlich und au\u00dfergew\u00f6hnlich galten, werden heute als selbstverst\u00e4ndlich gesehen. Das wird besonders dann deutlich, wenn sich dies in Verordnungen und Gesetzen widerspiegelt. Als Beispiel k\u00f6nnen hier eine Reihe von Fakten, die im Folgenden aufgelistet sind, genannt werden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Schaffung von ergonomischen Arbeitspl\u00e4tzen<\/li>\n<li>Gesundheitsmanagement von Unternehmen<\/li>\n<li>Sozialleistungen<\/li>\n<li>F\u00f6rderung der Aus- und Weiterbildung im und au\u00dferhalb des Unternehmens<\/li>\n<li>Gew\u00e4hrung von Teilzeitarbeit und Mutterschutz<\/li>\n<li>Fr\u00fchpensionierungen und \u00dcbergangsregelungen f\u00fcr \u00e4ltere Arbeitnehmer<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiterhin gibt es Beispiele, die derzeit diskutiert und auch teilweise bereits in den Paragraphen der Gesetze verankert sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Mutter- und Vaterschaftsurlaub<\/li>\n<li>Chancengleichheit in Bezug auf das Geschlecht<\/li>\n<li>Angebote der Kinderbetreuung<\/li>\n<li>Garantie einer gesunden Ern\u00e4hrung in Bezug auf die Verpflegungsangebote im Unternehmen<\/li>\n<li>Sonderregelungen f\u00fcr l\u00e4ngere Krankenhausaufenthalte<\/li>\n<li>Genehmigung von zus\u00e4tzlichen Ferienwochen bei besonders belastenden Arbeitssituationen<\/li>\n<li>Betreuung \u00e4lterer Mitarbeiter, die bereits im Pensionsalter stehen, durch besondere Programme<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oftmals ist dies vielen Unternehmen noch nicht genug. Sie beschreiten eigene Wege und motivieren ihre Mitarbeiter mit beispielsweise einer oder mehreren der folgenden Aktivit\u00e4ten:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Integration von k\u00f6rperlich und\/oder geistig benachteiligten Personen<\/li>\n<li>Integration von Menschen in oder nach einer kritischen Lebenssituation<\/li>\n<li>Vergabe von Ausbildungsstellen an Personen mit Migrationshintergrund<\/li>\n<li>Gezielte Einstellung von \u00e4lteren Personen<\/li>\n<li>Lohnfortzahlung f\u00fcr Arbeitnehmer, die in der h\u00e4uslichen Pflege verpflichtet sind<\/li>\n<li>Vermeidung von zu hohen Lohnspannen<\/li>\n<li>Entwicklung von Work-Life-Balances<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Arbeitnehmer k\u00f6nnen jedoch auch als wichtige Akteure, insbesondere als Promotoren und Treiber in verantwortungsvollen Bereichen positioniert werden. So investieren viele Unternehmen in Schulungen und verlangen von Mitarbeitenden ein \u00f6kologisch bewusstes Handeln in Bezug auf das eigene Arbeitsumfeld. Dies f\u00f6rdert die direkte Kommunikation sowie die Mitgestaltung bei den Mitarbeitern. Handlungen in Bezug auf die Eigent\u00fcmer und die Unternehmensleitung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinsichtlich der CSR kommt der Rolle der Unternehmensleitung in KMU eine besondere Bedeutung zu. Hier ist Initiative, Triebkraft und sozialverantwortliches Handeln, welches eine entsprechende Unternehmenskultur seitens der Eigent\u00fcmer und des Managements voraussetzt, gefragt. So ist es letztendlich die Unternehmensleitung, die CSR im System verankert und realisiert. Aus diesem Grund mu\u00df es auch in der Vision und der daraus resultierenden Strategie verankert sein. Hier ist vor allem wichtig zu wissen, welches Ma\u00df die Gesch\u00e4ftsleitung bez\u00fcglich der Zielsetzung im Unternehmen ansetzt. So stellt sich die Frage, ob die Gewinnmaximierung im Unternehmen die oberste Maxime darstellt. Dies w\u00fcrde sich als eine schlechte Basis f\u00fcr CSR-Bestrebungen erweisen. In diesem Zusammenhang ist zu fragen, welchen Prozentsatz des Gewinns das Unternehmen ansetzt, um CSR-Ma\u00dfnahmen zu f\u00f6rdern. Dies sollte sich nicht lediglich als die Abgabe eines Zehnten aus dem Gewinn darstellen. Sie stellt die Auspr\u00e4gung des unternehmerischen Handelns dar, welche letztendlich auch in der Strategie oder sogar in der Vision des Unternehmens verankert ist. Damit dies geschehen kann, sollten verschiedene Verantwortlichkeiten durch die Unternehmensleitung realisiert werden. Diese sind bruchst\u00fcckhaft im Folgenden aufgef\u00fchrt:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Chancen- und Risikoanalyse der CSR<\/li>\n<li>Die Gewinnmaximierung wird nicht als oberstes Ziel angesehen<\/li>\n<li>Strategieausrichtung anhand der CSR<\/li>\n<li>Zielvorgaben, die durch das Management erstellt wurden, in die CSR mit einbeziehen<\/li>\n<li>Schaffen und Pflegen der Unternehmenskultur<\/li>\n<li>Das Management sollte mit Charakteren, die es verstehen, sich durchzusetzen, besetzt werden<\/li>\n<li>Beschlussfassung \u00fcber die Gewinnverwendung<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Die_Handlungen_des_Managements_im_.C3.9Cberblick\" class=\"mw-headline\"> 6.2 Die Handlungen des Managements im \u00dcberblick <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Management von CSR ist mehr als die Abgabe eines bestimmten Prozentsatzes vom Gewinn. Vielmehr wird hier das unternehmerische Handeln, welches sich durch das gesamte Unternehmen zieht, mit der Strategie verbunden. Jedoch mu\u00df die Strategie auch umgesetzt werden. Dies ist die zentrale Aufgabe des Managements. Folglich stehen die Ma\u00dfnahmen des Managements in der prim\u00e4ren Verantwortung. Dabei sind die F\u00fchrungspersonen die entscheidenden Akteure, denn ihnen kommt bei der Gestaltung von CSR-Aktivit\u00e4ten eine entscheidende Rolle zu. Hier werden Felder und Partner definiert und konkrete Ma\u00dfnahmen entworfen. Jedoch kommt dem Management auch die Aufgabe zu, spezielle Ma\u00dfnahmen und Programme zu entwerfen, sei es durch entsprechende Zielvereinbarungsprozesse wie Innovationen oder Controlling. Folglich geh\u00f6rt das Managen der CSR-Aktivit\u00e4ten unabdingbar zu den Managementaufgaben. Jedoch kann das Management selbst auch als eine Zielgruppe der CSR-Aktivit\u00e4ten verstanden werden. So haben zahlreiche Unternehmen erkannt, dass die F\u00fchrungspersonen an sich eine sensible Gruppe darstellen. So muss das Management selbst gemanagt werden, indem auch hier Motivationsanreize und die Bereitschaft zum weiteren Lernen, auch im Hinblick auf die eigene Kompetenz, angeregt werden. Ziel ist es, die Voraussetzungen f\u00fcr ein erfolgreiches Management so zu gestalten, dass die F\u00fchrungspersonen langfristig und motiviert im Betrieb mitarbeiten. Des weiteren sollen die Sozialkompetenz und die Selbstkompetenz sowie das soziale und \u00f6kologische Bewusstsein der Manager gef\u00f6rdert werden. Viele Unternehmen haben erkannt, dass eine ausgepr\u00e4gte Managerkultur ein wesentlicher Faktor f\u00fcr die Motivation und die Leistungsbereitschaft darstellt. Hierzu z\u00e4hlen konkrete Eigenschaften, die wie folgt aufgelistet werden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Coaching von F\u00fchrungspersonen und F\u00fchrungsnachwuchs<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung hinsichtlich einer Balance zwischen Arbeit und Leben<\/li>\n<li>Verwirklichung von Teilzeitarbeit auch auf der Ebene der Manager<\/li>\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung der Gesundheit der Manager<\/li>\n<li>Spezielle Mentoring Programme f\u00fcr Frauen<\/li>\n<li>Geeignete Programme, um dem Burnout-Syndrom vorzubeugen<\/li>\n<li>Bedingung, dass Manager in andere Bereiche schauen k\u00f6nnen um eventuell dort mit neuer Motivation neue Aufgaben anzugehen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedoch ist anzumerken, dass einige der geforderten Punkte nicht realisierbar erscheinen. So l\u00e4sst oftmals das Ausma\u00df von \u00dcberstunden bei den Managern nicht zu, eine Teilzeitstelle zu bekommen. Zudem ist Fakt, dass viele F\u00fchrungskr\u00e4fte zu viel arbeiten und folglich \u00fcberlastet sind. Deshalb ist es notwendig, F\u00fchrungsjobs realisierbar zu machen und lebensfreundliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse auch f\u00fcr F\u00fchrungspersonen als Teil eines durchdachten CSR zu verwirklichen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Die_Kundschaft_als_Handlungspartner_im_CSR\" class=\"mw-headline\"> 6.3 Die Kundschaft als Handlungspartner im CSR <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kundschaft hat heutzutage ein stetig wachsendes Bewusstsein f\u00fcr die Umweltvertr\u00e4glichkeit und die Anspr\u00fcche der Produkte im Allgemeinen. So wird verlangt, da\u00df Produkte nicht umweltsch\u00e4digend sind und die eigene Gesundheit nicht gef\u00e4hrdet wird. Mehr und mehr werden Produkte, bei denen der Kunde mit einem guten Gewissen das Gesch\u00e4ft verl\u00e4sst, konsumiert. Des weiteren werden Produkte, die ohne Kinderarbeit im Rahmen eines fair-trade-Konzepts erstellt wurden, verlangt. So sollen Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern durch ungerechte Vertr\u00e4ge nicht noch weiter ausgebeutet werden. Dies schlie\u00dft auch humane Produktionsmethoden, bei denen die Mitarbeiter nicht gef\u00e4hrdet oder k\u00f6rperlich ausgebeutet werden, mit ein. Durch die Kunden getrieben gehen stets mehrere Unternehmen dazu \u00fcber, die Abnehmer nicht mehr als reine Konsumenten zu sehen, sondern vielmehr sie im Rahmen des Open-Innovation in den Produktwertsch\u00f6pfungsprozess zu integrieren. Die Kunden wollen Transparenz und verlangen Aufkl\u00e4rung bez\u00fcglich der einzugehenden Verpflichtungen. Dies geschieht jedoch nur dann, wenn sie von den Unternehmen ernst genommen werden. Folglich werden Kunden nicht mehr nur als Abnehmer gesehen, sondern vielmehr auch als Partner, die in einer gemeinsamen Verantwortung zusammen mit dem Unternehmen neue Ziele erreichen. Das Unternehmen setzt sich zusammen mit den Kunden f\u00fcr bessere, systemische L\u00f6sungen, die seitens der Kunden eine Relevanz haben, ein. Diese k\u00f6nnen wie folgt zusammengefasst werden:<sup>4<\/sup><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>gesundheitsvertr\u00e4gliche Produkte<\/li>\n<li>\u00f6kologisch vertretbare Produkte und Herstellungsverfahren (Cradle to Cradle)<\/li>\n<li>Keine Ausbeutung durch Kinderarbeit, moderne Sklaverei im Rahmen von Niedriglohntarifen oder gar Zwangsarbeit<\/li>\n<li>Herstellung von Produkten, bei denen keine Tiere gequ\u00e4lt werden<\/li>\n<li>Ber\u00fccksichtigung der Ern\u00e4hrungsgrundlagen der einheimischen Bev\u00f6lkerung<\/li>\n<li>Herstellung im Rahmen des fair-trade<\/li>\n<li>Selbstbeschr\u00e4nkung im Rahmen gesundheitlicher Produkte oder jugend- gef\u00e4hrdender Produkte<\/li>\n<li>Werbung, die ein gesundheitliches Verhalten f\u00f6rdert<\/li>\n<li>Transparenz in Bezug auf Risiken, die der Kunde eingeht<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Punkte k\u00f6nnen durch soziale Engagements seitens der Unternehmen neutralisiert werden. Beispielsweise k\u00f6nnte ein Unternehmen Gesundheitschecks vornehmen oder Bildungsveranstaltungen im Rahmen einer Produktpr\u00e4sentation durchf\u00fchren. Ebenfalls ist im Rahmen von Patenschaften oder Spenden Hilfe realisierbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KMU als auch Gro\u00dfunternehmen sind sehr bestrebt, eine offene, transparente Produktionsweise ihrer G\u00fcter zu forcieren. So wird es dem Kunden erm\u00f6glicht, an Material- und Herstellungsinformationen \u00fcber das Internetportal oder auf Anfrage zu kommen. Dies geht soweit, da\u00df Produktionsprozesse, wie beispielsweise bei Mediaagenturen wohl bekannt, durch Webcams mitverfolgt werden k\u00f6nnen. Des weiteren bieten einige Unternehmen auch Reisen an die Ursprungsst\u00e4tten der Produktion. Die Konsumenten lernen somit nicht nur das Produkt besser kennen, sondern bekommen auch einen Einblick in den Herstellungsprozess. Folglich kann eine innigere Beziehung mit dem Kunden aufgebaut werden. Als weiteres Instrument k\u00f6nnen die in meiner Arbeit Kompetenzentwicklung im Netz dargestellten Web 2.0-Instrumente perfekt genutzt werden, um mit Kunden in Kontakt zu treten. Mit einer solchen Art der Kundenkommunikation wird mehr erreicht als in traditionellen Marketingkampagnen, denn so kann sich der Kunde mit seiner Kritik und den Ideen einbringen und damit die Weiterentwicklung der Produkte als auch das sozial\u00f6kologische Engagement des Unternehmens forcieren. Somit geh\u00f6rt neben dem Hersteller auch der Kunde zur Verantwortungsgemeinschaft.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Das_Handlungsfeld_der_Lieferanten\" class=\"mw-headline\"> 6.4 Das Handlungsfeld der Lieferanten <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anspr\u00fcche, die die Kunden an sozial\u00f6kologisch produzierten G\u00fctern haben, machen nicht an den Unternehmensgrenzen halt.<sup>5<\/sup> Nat\u00fcrlich gibt es an dieser Stelle Lieferanten, die ebenfalls einen wichtigen Part \u00fcbernehmen. Diese sollten, wie im Falle eines bekannten Sportartikelherstellers, jedoch Verantwortung \u00fcbernehmen, wenn aufgedeckt wird, dass die Ware in unsozialen Produktionswerkst\u00e4tten produziert wurde. Folglich bezieht sich nach Jakob das Handeln bez\u00fcglich CSR nicht nur auf das <i>Was<\/i>, sondern auch auf das <i>Wie<\/i>.<sup>6<\/sup> An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie das unternehmerische Handeln gestaltet werden soll und wie das Unternehmen mit den Zulieferern umgehen soll, damit diese in einem fairen Kontext auch die geforderten Bedingungen erf\u00fcllen k\u00f6nnen. Hier ist eine faire Partnerschaft sinnvoll, die es beiden Seiten erm\u00f6glicht, erfolgreich zu agieren. Im Falle der KMU sieht es so aus, da\u00df diese weitere KMU als Zulieferer haben. Folglich besteht hier keine direkte Abh\u00e4ngigkeit, wie bei einem KMU gegen\u00fcber einem Gro\u00dfunternehmen. Jedoch ist zu beachten, da\u00df KMU je nach F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit durchaus unterschiedliche Lebenswelten und Kulturen haben k\u00f6nnen. Diese Lebenswelten oder Kulturen m\u00fcssen dann ber\u00fccksichtigt und auf die jeweiligen Wertsch\u00f6pfungsziele abgestimmt werden. Hier k\u00f6nnen Beispiele der M\u00fclltrennung oder der fairen Mitarbeiterverg\u00fctung als auch des Umweltschutzes genannt werden. Wenn Unternehmen global agieren, m\u00fcssen diese Aspekte besonders beachtet werden, da im Ausland die Tradition der Niedrigl\u00f6hne weit verbreitet ist. Dies kann sich dort beispielsweise schon bei der Ausstattung der sanit\u00e4ren Einrichtungen, der Arbeitsschutzvorschriften oder in der ausreichenden Ern\u00e4hrung niederschlagen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Die_Partnerorganisationen\" class=\"mw-headline\"> 6.5 Die Partnerorganisationen <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter diesem Aspekt werden die Fach- und Branchenaspekte verstanden, in denen ein Gro\u00dfteil regional aktiv involviert ist. Dies k\u00f6nnen beispielsweise die Handwerkskammern oder Fachverb\u00e4nde, die als starke Promotoren von CSR genutzt werden k\u00f6nnen, sein. Hier k\u00f6nnen Communities, die als Grundlage f\u00fcr eine verantwortliche Unternehmensf\u00fchrung von Bedeutung sind, f\u00fcr den Austausch von sozial\u00f6konomischen Fragen eingerichtet werden. Ein wichtiges Instrument sind dabei die regelm\u00e4\u00dfigen Kongresse, Stammtische und Treffen, auf denen ein reger Austausch gef\u00f6rdert und Preise an vorbildliche Unternehmen vergeben werden. Hier bildet sich f\u00fcr Unternehmen eine wichtige Grundlage daf\u00fcr, da\u00df seitens der Verb\u00e4nde Vorgaben gemacht werden k\u00f6nnen und Einfluss ausge\u00fcbt werden kann und zwar dahingehend, da\u00df sozial\u00f6kologische Anliegen und Berufs- als auch Fachausbildungen mitzugestalten. Hieraus k\u00f6nnen dann Empfehlungen und Standards, die als Vorgabe f\u00fcr die Mitgliedsunternehmen in Bezug auf sozial\u00f6kologisches Verhalten zu sehen sind, entstehen. Die nach Jakob dargestellten Verb\u00e4nde und Netzwerke, die als Promotoren von CSR gelten sollen, sind im Folgenden aufgef\u00fchrt.<sup>7<\/sup><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Sozial\u00f6kologische Anliegen sollten auch auf politischer Ebene unterst\u00fctzt werden<\/li>\n<li>Ausgestaltung der Lehrg\u00e4nge und der anschlie\u00dfenden Integration der sozial\u00f6kologischen Dimension als auch der ethischen *Unternehmensf\u00fchrung in der Aus- und Weiterbildung<\/li>\n<li>soziale Standards und Empfehlungen, die gebildet werden, erm\u00f6glichen das Rating und die Auszeichnung durch Labels<\/li>\n<li>Plattformen und Foren f\u00fcr den Austausch der Mitglieder<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Das_regionale_Umfeld_als_Ideengeber_f.C3.BCr_CSR\" class=\"mw-headline\"> 6.6 Das regionale Umfeld als Ideengeber f\u00fcr CSR <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die KMU sind oft in einem regionalen Kontext, der die damalige Gr\u00fcndung erm\u00f6glichte, verflochten. Jedoch lassen sich zahlreiche Beispiele nennen, in denen Au\u00dfenseiter durch ungew\u00f6hnliche Ideen, einst von der Gemeinschaft als Spinner abgetan, Erfolg erwirtschafteten. In der Regel lassen sich jedoch Unternehmerpers\u00f6nlichkeiten erkennen, die das Gemeinwesen pr\u00e4gen. Dies kann beispielsweise das Sponsoring des regionalen Fu\u00dfballclubs, des Knabenchors oder des Dorffestes sein. Es stellt sich also heraus, da\u00df bereits lange, bevor der CSR-Begriff kreiert wurde, Unternehmen sich sozial\u00f6kologisch engagierten. Heute verstehen sich Unternehmen mit einer definierten CSR als aktive Partner, die an der Gestaltung des Gemeinwesens mit dem Ziel einer besseren Welt hinarbeiten. Oftmals geht das Engagement heutzutage beispielsweise im \u00f6kologischen Bereich \u00fcber die Vermeidung von Umweltbelastungen hinaus. Hier werden Wege gesucht, die Unternehmen und die Gemeinschaft gemeinsam bestreiten k\u00f6nnen und die sich im Rahmen von Projekten \u00e4u\u00dfern. Das Corporate Colunteering ist im sozialen Bereich eine vielversprechende M\u00f6glichkeit der Kooperation. Hier stellen die Unternehmen im Rahmen der bezahlten Arbeitszeit Mitarbeiter f\u00fcr das Gemeinwesen frei. So stellt beispielsweise die Firma Gimaex-Schmitz aus Wilnsdorf ihre Mitarbeiter, die in den Feuerwehren engagiert sind, konkludent im Notfall frei. Jedoch ist an anderer Stelle auch die Mitarbeit in der Altenbetreuung oder im Sozialwesen denkbar. Jedoch sollte, muss aber nicht, ein Bezug zum Unternehmen gegeben sein. Schlie\u00dflich ergibt es nur wenig Sinn, wenn Feuerwehrm\u00e4nner zur Altenbetreuung freigestellt werden, wo sie etwaige Notf\u00e4lle viel besser zu meistern wissen. Zuwendungen der Unternehmen k\u00f6nnen unterschiedliche Formen annehmen. So ist beispielsweise denkbar, da\u00df Unternehmen das Sponsoring f\u00fcr Sportveranstaltungen, Kulturveranstaltungen und Spenden f\u00fcr beispielsweise Obdachlosenheime, Hospize oder Tierheime aufbringen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Die_Allgemeinheit_im_politischen_Umfeld\" class=\"mw-headline\"> 6.7 Die Allgemeinheit im politischen Umfeld <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">CSR richtet sich auf das vom Unternehmen definierte Umfeld aus. Vielmehr ist es auch mit einer gesellschaftlichen Vision verbunden. CSR bekommt damit eine politische Dimension.<sup>8<\/sup> Oft engagieren sich Unternehmen, speziell KMU, im Bereich der gesellschaftlichen Ebene in Kultur, Bildung oder Wissenschaft. Weiterhin kann dies durch Sponsoring oder in Form von Stiftungen geschehen. Kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen suchen weniger die Kooperation mit staatlichen Institutionen zwecks Realisierung von CSR-Aktivit\u00e4ten. Dies ist jedoch um so mehr in Gro\u00dfunternehmen zu finden. Oftmals k\u00f6nnen KMU die verb\u00fcrokratisierten Abl\u00e4ufe im Rahmen ihrer limitierenden Faktoren nicht bew\u00e4ltigen, wohingegen in Gro\u00dfunternehmen gesamte Abteilungen mit CSR-Aktivit\u00e4ten beauftragt werden. An diesem Punkt sei ein Appel an die Politik gerichtet, vereinfachendere Strukturen im Bereich der Kooperationen mit staatlichen Einrichtungen zu schaffen. Dies wird letztendlich dann auch KMU ermutigen, CSR-Aktivit\u00e4ten im staatlich-\u00f6ffentlichen Bereich zu initiieren. Jedoch setzt dies voraus, da\u00df das gesellschaftliche Engagement dann seitens der Politik unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jakob stellt einige Punkte, die im Rahmen von CSR auf der Ebene der Politik und der Gesellschaft im Folgenden dargestellt werden sollen, vor:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Sponsoring<\/li>\n<li>Stiftungen<\/li>\n<li>Schenkungen \/ Gelder<\/li>\n<li>Beratung in politischen Gremien<\/li>\n<li>Politische Einflu\u00dfnahme<\/li>\n<li>Kooperation mit NGO und mit Schwellenl\u00e4ndern \/ Entwicklungsl\u00e4ndern<\/li>\n<\/ul>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Die_Organisation_von_Corporate_Social_Responsibility-Aktivit.C3.A4ten\" class=\"mw-headline\"> 7 Die Organisation von Corporate Social Responsibility-Aktivit\u00e4ten <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn CSR in einem Unternehmen eingef\u00fchrt werden soll, so sind viele Prozesse, die Einfluss auf die Betriebsstruktur haben k\u00f6nnen, zu organisieren. Folglich \u00e4ndert sich auch die Struktur der Organisation. Die beteiligten Mitarbeiter sowie die Share- und Stakeholder sind an den Ver\u00e4nderungen direkt oder indirekt beteiligt und tragen zur Entwicklung des Unternehmens bei. Der Prozess der CSR-Einf\u00fchrung im Unternehmen sollte nicht nur als Zeitabschnitt, sondern vielmehr als kontinuierliche Entwicklung verstanden werden, der das Unternehmen formt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Will die Gesch\u00e4ftsleitung nun das CSR im Rahmen einer Neuausrichtung des Betriebes integrieren, sollte es sich einiger Fragen bedienen. Zun\u00e4chst mu\u00df sich das Unternehmen selbst dar\u00fcber klar werden, was CSR konkret f\u00fcr das Unternehmen bedeutet und welche Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen, damit das Vorhaben erfolgreich wird. Ebenfalls muss gefragt werden, wo Ver\u00e4nderungen und wo soziale Verantwortung nicht als ein leeres Schlagwort verstanden wird.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Bereiche_der_Organisation\" class=\"mw-headline\"> 7.1 Bereiche der Organisation <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die o.a. Fragen sollen im Rahmen eines Management-Modells von Glasl erl\u00e4utert werden.<sup>9<\/sup> Hier wird ein Unternehmen als ein lebender Organismus gesehen, der sich durch sieben Bereiche definieren l\u00e4sst. Diese Bereiche sind die folgenden:<sup>10<\/sup><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Identit\u00e4t<\/li>\n<li>Strategie &amp; Programme<\/li>\n<li>Struktur des Unternehmens<\/li>\n<li>Anspruchsgruppen des CSR<\/li>\n<li>Einzelfunktionen &amp; Organe<\/li>\n<li>Prozessablauf der CSR-Aktivit\u00e4ten<\/li>\n<li>Physisch-materielle Mittel<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Elemente erlauben eine Analyse des Unternehmens und lassen sich anhand der Gestaltungsfaktoren in einem Unternehmen zuordnen. Als Grundaussage des Modells stellt Jakob dar, da\u00df die Wesenselemente gut aufeinander abgestimmt sein sollten. Folglich wird die Organisation authentischer wahrgenommen.<sup>11<\/sup> Das Wesen und der Charakter des Unternehmens wird so in s\u00e4mtlichen Wesenselementen zur Geltung kommen. Umgekehrt mu\u00df aber auch die Vision und der Charakter des Unternehmens verdeutlicht werden. Ein System, also ein Unternehmen ist jedoch nur dann vollst\u00e4ndig, wenn die Interaktion mit der Au\u00dfenwelt besteht. Hier wird ein Wechselspiel zwischen Innen und Au\u00dfen, also der Umwelt, verstanden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Identit.C3.A4t_des_Unternehmens\" class=\"mw-headline\"> 7.2 Identit\u00e4t des Unternehmens <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des CSR mu\u00df sich das Unternehmen zun\u00e4chst seinen eigenen Absichten und Zielen bewusst werden. Dazu mu\u00df es sich die Frage stellen, wie es sich als Teil der Gesellschaft sehen will und wie es die soziale Rolle und Verantwortung, die es in diesem Rahmen wahrnehmen will, ausgestaltet. Hier eignet sich die Erstellung eines Leitbildes, welches auch im Rahmen der Strategieentwicklung von N\u00f6ten ist. Eventuell ist sogar das gesamte Leitbild des Unternehmens dem CSR-Leitbild anzupassen oder zumindest Letzteres in das \u00fcbergeordnete zu integrieren. Das Unternehmen mu\u00df sich zwecks Leitbilderstellung verschiedene Fragen stellen und diese bestm\u00f6glich bearbeiten und beantworten. Diese Fragen stehen am Anfang einer jeweiligen CSR-Implementierung im Unternehmen. Zur Erarbeitung k\u00f6nnen im Rahmen des Open-Innovation mehrere Unternehmensbereiche, die extern oder intern agieren, mit eingebunden werden. Die zu stellenden Fragen sind die folgenden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Was stellt das Unternehmen dar?<\/li>\n<li>Was will das Unternehmen mit CSR erreichen?<\/li>\n<li>Welchen Zweck \/ Nutzen hat das Unternehmen?<\/li>\n<li>Welche Werte vertritt das Unternehmen nach Au\u00dfen als auch nach Innen?<\/li>\n<li>Wie grenzt sich das Unternehmen von Mitbewerbern ab?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Strategieentwicklung_in_Bezug_auf_CSR\" class=\"mw-headline\"> 7.2.1 Strategieentwicklung in Bezug auf CSR <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem eine Strategie aus einer Vision im Rahmen der Balanced-Scorecard entwickelt wurde, stellt sich die Frage, wie die Gestaltung der konkreten Ziele aussieht. Dies dr\u00fcckt sich auch darin aus, ob das Unternehmen die gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen und wahrnehmen will. Bez\u00fcglich der angesprochenen Strategie mu\u00df festgelegt werden, ob sich das Unternehmen lediglich an Ertragszahlen orientieren oder auch zwecks Reputation an CSR-Aktivit\u00e4ten beteiligen will. Es steht jedoch au\u00dfer Frage, da\u00df CSR nicht aus einem reinen Eigennutz heraus praktiziert werden sollte. Vielmehr sollte die sozial\u00f6kologische Verantwortung aus einer inneren \u00dcberzeugung, welche jedoch auch im sozialen Nutzen der Produkte und der verfolgten Strategie verankert sein kann, geschehen. Hilfsfragen, die sich das Unternehmen in diesem Zusammenhang wiederum stellen sollte, k\u00f6nnen wie folgt ausgestaltet sein.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Was wollen wir mit der CSR-Aktivit\u00e4t bewirken?<\/li>\n<li>Soll der Gewinn des Unternehmens als einzigstes Ziel verstanden werden?<\/li>\n<li>Wer soll welchen Nutzen aus unseren Aktivit\u00e4ten haben?<\/li>\n<li>Wie wird die Strategie und das Leitbild umgesetzt?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Struktur_des_Unternehmens\" class=\"mw-headline\"> 7.2.2 Struktur des Unternehmens <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist das Unternehmen zu formell aufgestellt, lassen sich die initiierten gesellschaftlichen Aktivit\u00e4ten zwar klar definieren, jedoch ist der Grad der damit tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten gesellschaftlichen Verantwortung nicht immer erkennbar. Hat das Unternehmen nun klare Anweisungen formuliert, wie CSR zu funktionieren hat, beispielsweise <i>Selbstverantwortung der Mitarbeiter<\/i> erh\u00f6hen, gibt dies noch keinen R\u00fcckschluss auf einzelne Aktivit\u00e4ten des Unternehmens. Wichtig ist, da\u00df das Unternehmen sich im Rahmen der Selbstorganisation selbst entflechtet und soziale Verantwortung nicht vertikal delegiert. Vielmehr sollte diese in einer offenen Organisation verwirklicht werden. Die Vergangenheit zeigt immer wieder, da\u00df b\u00fcrokratisch reglementierte Strukturen stets Nachteile gegen\u00fcber einer Organisation mit einem offenen Geist und einer freien Unternehmenskultur, bei der Fehler erlaubt sind, haben. Werden die Mitarbeiter in ihren Handlungen zu sehr restriktiv behandelt, k\u00f6nnen keine Innovationen, kann kein frischer Wind mehr in das Unternehmen einflie\u00dfen. Auch zur Struktur des Unternehmens k\u00f6nnen einige Fragen, die dem Unternehmen helfen, sich besser zu koordinieren, wie folgt definiert werden.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Ist das Unternehmen an der Umwelt orientiert?<\/li>\n<li>Ist den Kunden unser CSR-Handeln bewusst?<\/li>\n<li>Wird das initiierte CSR-Verhalten des Unternehmens von den Kunden verstanden?<\/li>\n<li>Wird durch eine offene Kultur die Selbstorganisation des Unternehmens gef\u00f6rdert?<\/li>\n<li>Wie wird die Kommunikation mit den Anspruchsgruppen vollzogen?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Organisation_der_Anspruchsgruppen\" class=\"mw-headline\"> 7.2.3 Organisation der Anspruchsgruppen <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Unternehmen dr\u00fccken die Mitarbeiter am st\u00e4rksten aus, wie soziale Verantwortung funktioniert. Dies geschieht jedoch i.d.R. nur, wenn es den Mitarbeitern durch die Gesch\u00e4ftsleitung vorgelebt und vermittelt wird. Bereits die Zusammensetzung der Belegschaft kann Auskunft dar\u00fcber geben, ob CSR wirklich vom Unternehmen gelebt oder als Reputationsinstrument verwendet wird. Die Zusammensetzung der Belegschaft ist jedoch auch aufgabenabh\u00e4ngig und wird von vielen Faktoren beeinflusst. Weiterhin kann der Umgang mit Wissen im Unternehmen ein Indiz daf\u00fcr sein, wie und ob Mitarbeiter weitergebildet oder im Rahmen von Rationalisierungs- oder Erweiterungsma\u00dfnahmen freigesetzt werden. Hier k\u00f6nnen als Beispiele \u00e4ltere Mitarbeiter, die zu kostenintensiv in der Gehaltsgestaltung sind, durch Neuere ersetzt werden. Auch ist denkbar, da\u00df im Rahmen von Erweiterungsma\u00dfnahmen Mitarbeiter, die \u00fcber kein neues Know-How verf\u00fcgen, und deren Weiterbildung zu kostenintensiv erscheint, durch gebildetere Neueinsteiger ersetzt werden. Nimmt man sich dieser Aspekte an, kann eindeutig die soziale Verantwortung des Unternehmens gegen\u00fcber den Mitarbeitern, also einer direkten Anspruchsgruppe, erkannt werden. Insbesondere l\u00e4sst sich CSR durch die Art der Kommunikation im Unternehmen festmachen. Hier wird deutlich, da\u00df die Einstellungen das Verhalten der Mitglieder bestimmen. Es l\u00e4sst sich, \u00e4hnlich wie beim Umgang mit den Mitarbeitern, erkennen, wie mit kulturellen Unterschieden, ethnischen Gruppen oder Minderheiten allgemein umgegangen wird. Auch in Bezug auf den Umgang mit Leistungsschw\u00e4cheren kann verdeutlicht werden, wie und ob CSR im Unternehmen wirklich gelebt wird oder nicht. Diese Art des Umgangs mit Minderheiten oder Benachteiligten wird in Fachkreisen als Diversit\u00e4t bezeichnet. Das Unternehmen kann sich hier wieder an einigen Leitfragen orientieren, die wie folgt dargestellt werden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Bestimmt Diversit\u00e4t die Handlungen des Unternehmens?<\/li>\n<li>Werden Chancen durch Diversit\u00e4ten genutzt?<\/li>\n<li>Wie geht man mit Abweichlern im Unternehmen um?<\/li>\n<li>Wird ein tolerantes Miteinander gef\u00f6rdert?<\/li>\n<li>Werden gewisse Gruppen (beispielsweise bildungsfremde Hilfskr\u00e4fte) von der Unternehmensgemeinschaft ausgeschlossen?<\/li>\n<li>F\u00fchrt das Betriebsklima zur Leistung, Kooperation und zum kreativen Mitwirken der Mitarbeiter und Beteiligten?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Einzelfunktionen_und_Organe\" class=\"mw-headline\"> 7.2.4 Einzelfunktionen und Organe <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">CSR sollte durch eine Leitlinie im Unternehmen definiert werden. Dabei ist es zweckm\u00e4ssig, neben den Pflichtenheften jedoch auch die Stellenbeschreibungen, die Aufgaben und die Kompetenzen in Bezug auf CSR zur Niederschrift zu bringen. Darin kann festgelegt werden, wieviel Handlungsspielraum den einzelnen Organisationsmitgliedern zugestanden wird. Hieran l\u00e4sst sich erkennen, welchen Grad des Vertrauens das Management in seine Mitarbeiter hat. Die Frage stellt sich, ob hier eine eher offene, auf Selbstorganisation basierende Kultur, betrieben wird oder ob eine Kontroll- oder Sicherheitskultur im Unternehmen herrscht. Schaut man auf die Hierarchiestufen eines Unternehmens, kann das Rollenverst\u00e4ndnis bestimmter Personen von \u00fcbertriebenen Kontroll- und Qualit\u00e4tssicherungsfunktionen gepr\u00e4gt sein. Dies hat dann auch Einflu\u00df auf die sozialen Handlungen und die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens. Damit ein CSR nicht an einer zu strikten F\u00fchrungsrolle scheitert, k\u00f6nnen Bonus- und Pr\u00e4mienregelungen die Selbstorganisation des Unternehmens f\u00f6rdern. Dies schlie\u00dft jedoch auch weiche Faktoren in das Pr\u00e4miensystem ein, denn zahlenm\u00e4\u00dfige Erfolgsfaktoren basieren oftmals aufgrund weicher Faktoren. Realisiert werden k\u00f6nnen Pr\u00e4miensysteme dann, wenn sie in einer angstfreien Umgebung zum Ausdruck gebracht werden und die Differenzen zwischen gelebten Werten und realem Verhalten nicht zu gro\u00df erscheinen. Letztendlich ist auch auf die Organe eines Unternehmens einzugehen. Ist das Unternehmen nur durch Leistungsgruppen und F\u00fchrungseliten gepr\u00e4gt oder werden im Rahmen der Selbstorganisation mehrere Anspruchsgruppen in den Entscheidungsprozess mit eingebunden? Durch die multiplen Wirklichkeiten unterschiedlicher Subjekte und Sichtweisen k\u00f6nnen Erfahrungen und Ideen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Entwicklungen besser genutzt werden. Dies spielt auch in Bezug auf das Betriebsklima eine wichtige Rolle. Existiert eine generelle Offenheit im Unternehmen, kann Kreativit\u00e4t und Innovation im Unternehmen gef\u00f6rdert und die Vernetzung der innovationstreibenden Mitarbeiter angeregt werden. Konkret sollte sich das Unternehmen auch hier einige Fragen stellen, die im folgenden zusammengefasst sind:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Werden Pflichtenhefte und Funktionsbeschreibungen in Bezug auf CSR gef\u00fchrt?<\/li>\n<li>Gew\u00e4hren bestimmte Instrumente entsprechende Handlungsfreir\u00e4ume?<\/li>\n<li>Werden Entscheidungen durch multiple Wirklichkeiten beeinflusst?<\/li>\n<li>Wird der Belegschaft Vertrauen in Bezug auf Neuerungen einger\u00e4umt?<\/li>\n<li>Welche Wege der Kommunikation werden genutzt?<\/li>\n<li>Wird soziale Verantwortung innerhalb der Organisation gef\u00f6rdert?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Prozessablauf_der_CSR-Aktivit.C3.A4ten\" class=\"mw-headline\"> 7.2.5 Prozessablauf der CSR-Aktivit\u00e4ten <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schaut man auf die Kernprozesse eines Unternehmens, l\u00e4sst sich leicht feststellen, wie die Produktion der G\u00fcter abl\u00e4uft. Hier kann im Rahmen von Zielfindungsprozessen untersucht werden, wie die Mitarbeiter im Rahmen des CSR beteiligt und in die Verantwortung gezogen werden. Hier geh\u00f6rt auch der Informationsprozess, welcher eine offene Wertsch\u00e4tzung und das Vertrauen der F\u00fchrungskr\u00e4fte gegen\u00fcber den Mitarbeitern voraussetzt, zum Unternehmen. Folglich sind die Mitarbeiter besser motiviert und k\u00f6nnen im Rahmen ihrer Arbeit bessere Leistungen vorweisen. Zudem sollte auf das Informationssystem R\u00fccksicht genommen werden. Hier sollte darauf geachtet werden, wie mit Umweltinformationen umgegangen wird und ob diese aufbereitet oder ungefiltert s\u00e4mtlichen Mitarbeitern zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Wichtig ist in jedem Fall, da\u00df ein verantwortungsbewusstes Management die Mitarbeiter unterst\u00fctzt, falls Informationen nicht ausgepr\u00e4gt aufbereitet worden sind. Die Mitarbeiter wollen letztendlich nicht nur ihr Know How dem Unternehmen zur Verf\u00fcgung stellen, sondern auch entwickelt und gef\u00f6rdert werden. Dies kann jedoch nur durch eine gute Unternehmensf\u00fchrung, welche gen\u00fcgend Freir\u00e4ume zur Entfaltung der Mitarbeiter einr\u00e4umt, geschehen. Hierzu bedarf es verschiedener Fragen, die sich das Unternehmen in Bezug auf die geplanten CSR-Aktivit\u00e4ten stellen mu\u00df:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Sind die Aktivit\u00e4ten durch partizipative Abl\u00e4ufe gepr\u00e4gt?<\/li>\n<li>Wie ist das Informationsverhalten des Unternehmens?<\/li>\n<li>Wie werden Unternehmens- und F\u00fchrungsentscheide den Mitarbeitern mitgeteilt?<\/li>\n<li>Wie ist das Leitbild des Unternehmens formuliert?<\/li>\n<li>Spiegelt sich die CSR im F\u00fchrungsbild des Unternehmens wieder oder wird CSR als Reputation genutzt?<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Physisch-Materielle_Mittel\" class=\"mw-headline\"> 7.2.6 Physisch-Materielle Mittel <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man auf die Investitionsstruktur des Unternehmens schaut und insbesondere einen Blick darauf wirft, wie finanzielle, materielle und menschliche Ressourcen eingesetzt werden, sieht man, welche Werte im Unternehmen vorherrschen und welche Personengruppen im Unternehmen die Macht aus\u00fcben. Hier wird auch der Stellenwert der sozialen Verantwortung deutlich. Auch gibt der von Bergmann immer wieder angesprochene \u00e4u\u00dfere Rahmen, also das Design mit der Gestaltung der Infrastruktur, der Immobilien und der Sachmittel im Rahmen eines beispielsweise \u00f6kologischen Ausma\u00dfes Auskunft dar\u00fcber, in welchem Umfang das Unternehmen agiert. Auch kann man anhand des Einsatzes umweltschonender Materialien, des energieeffizienten Einsatzes von Maschinen sowie der Wahl des verkehrstechnisch sinnvollen Standortes erkennen, ob sich CSR-Gedanken im Unternehmensumfeld widerspiegeln. Weiterer Faktor in diesem Zusammenhang ist die Betrachtung, ob bei der Einrichtung der Arbeitspl\u00e4tze auf Ergonomie, auf die Vermeidung gef\u00e4hrlicher Baustoffe als auch auf die Gesundheit der Mitarbeiter geachtet wurde. Beispielsweise kann ein Unternehmen mit einem schlechten Standort durch unn\u00f6tige Pendlerdistanzen nicht gerade die F\u00f6rderung der Umwelt im CSR-Gedanken forcieren, da es in diesem Punkt unglaubw\u00fcrdig w\u00e4re. Damit ein Unternehmen die physisch-materiellen Mittel erfolgreich einsetzen kann, sollte es sich auch in diesem letzten Punkt einiger Fragen bedienen, die es zu beantworten gilt:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Wird auf soziale und \u00f6kologische Kriterien bei der Integration der finanziellen Ziele R\u00fccksicht genommen?<\/li>\n<li>Halten die Sachmittel die Immobilien und die Infrastruktur den in der CSR- Aufstellung definierten \u00f6kologischen Ziele stand?<\/li>\n<li>Wird auf die Lebensqualit\u00e4t und das Wohlbefinden der Mitarbeiter geachtet?<\/li>\n<\/ul>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Prozessdimensionen_von_CSR\" class=\"mw-headline\"> 7.3 Prozessdimensionen von CSR <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir bereits gelernt haben, besteht CSR in einer Wechselwirkung aus inneren und \u00e4u\u00dferen Beziehungen. Jedoch wird im allt\u00e4glichen Gebrauch von CSR die \u00e4u\u00dfere Beziehung verstanden und darauf geachtet, wie sich das Unternehmen am Markt verh\u00e4lt. Weiterhin wird oft gefragt, wer zur sozialen Verantwortung und Gerechtigkeit im Zusammenleben zwischen Unternehmen und Menschen in der Gemeinschaft beitr\u00e4gt. Auch wird auf die Zulieferer geschaut, die im Rahmen der Produktion eingebunden sind. Im folgenden Abschnitt soll nun auf die Innere Verwendung von CSR-Aktivit\u00e4ten, welche sich ebenfalls in mehreren Dimensionen \u00e4u\u00dfert, geschaut werden. Auch hier gilt, je authentischer und je forcierter ein Unternehmen das sozial und \u00f6kologisch verantwortungsbewusste Auftreten seitens der Gesch\u00e4ftsleitung vorlebt, desto besser erscheint es gegen\u00fcber den eigenen Mitarbeitern. Damit ein \u00dcberblick \u00fcber die internen Dimensionen von CSR vorgestellt werden kann, wird sich in diesem Abschnitt an Glasl, der mit seinen sieben Dimensionen ein vernetztes Auftreten dieser vorstellt, orientiert. Durch die Vernetzung der einzelnen Basiselemente reagiert jede Dimension im Hinblick auf eine \u00c4nderung. Abbildung 3 verdeutlicht die Vernetzung in einer Grafik. Die Einf\u00fchrung von CSR-Aktivit\u00e4ten in einem Unternehmen basiert auf einer Vision, verbunden mit einer entsprechenden Strategie. Die Dimensionen oder die sog. Basiselemente des Netzwerkes sollen nun hinsichtlich ihrer CSR-Umsetzung untersucht werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Gestaltung_der_Zukunft\" class=\"mw-headline\"> 7.3.1 Gestaltung der Zukunft <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Abschnitt soll die Frage gestellt werden, was das Unternehmen in Bezug auf CSR erreichen m\u00f6chte. Wie werden die gesellschaftlichen Aspekte ber\u00fccksichtigt und wo ergeben sich in der Zukunft Chancen und wo treten die Anspruchsgruppen mit neuen Forderungen auf. Es gilt zu kl\u00e4ren, welche Priorit\u00e4ten das Unternehmen in der Zukunft setzen will und wo es sich abgrenzen m\u00f6chte. Damit CSR wirksam realisiert werden kann, bedarf es einer stetigen \u00dcberpr\u00fcfung der zuvor festgelegten Ziele. CSR hat eine konstante Halbwertzeit und mu\u00df im Rahmen ihrer Aktivit\u00e4ten stetig erneuert werden. Die Resultate, die im Rahmen von CSR erarbeitet wurden, werden von den Anspruchsgruppen schnell als selbstverst\u00e4ndlich hingenommen. Somit hat CSR einen stetigen Anspruch auf Erneuerung und Verbesserung der Abl\u00e4ufe. Die Gestaltungsprozesse der Zukunft sind insbesondere dann wichtig, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zur Motivation der Belegschaft leisten. Folglich k\u00f6nnen die Mission und die Statements als auch die Vision und die Strategie des Unternehmens die Zukunftsgestaltung treffender unterst\u00fctzen, da sich die Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens identifiziert sehen. Wird CSR als Teil des Unternehmens und nicht blo\u00df als Reputationsmanagement gesehen, ist es wichtig, da\u00df bestimmte Instrumente auf die Aktivit\u00e4ten abgestimmt werden. Denn so kann der Nutzen des Unternehmens l\u00e4ngerfristig bestehen bleiben.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Bestimmung_des_Standortes\" class=\"mw-headline\"> 7.3.2 Bestimmung des Standortes <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurde bereits erw\u00e4hnt, da\u00df CSR-Aktivit\u00e4ten nicht auf b\u00fcrokratisch formalisierten Abl\u00e4ufen basieren d\u00fcrfen. Vielmehr sollten sie als eine Grundhaltung des Unternehmens, die das Unternehmen in eine faire Zukunft f\u00fchrt, gesehen werden. Dennoch ist es sinnvoll, sich zu fragen, welche Position das Unternehmen einnehmen mu\u00df, damit Stakeholder und die Gesellschaft im weiten Sinne zufrieden gestellt werden kann. Daf\u00fcr sollte jedoch erst einmal das Verh\u00e4ltnis des Unternehmens mit den Stakeholdern definiert werden. Auch ist zu kl\u00e4ren, was sich das Unternehmen in Bezug auf die sozial\u00f6kologische Verantwortung leisten kann und wo es auf die Hilfe von Externa bauen mu\u00df. Im Endeffekt mu\u00df sich das Unternehmen stets fragen, ob die Effekte, die durch CSR-Aktivit\u00e4ten erreicht werden sollen, auch tats\u00e4chlich realisierbar sind. Hier kann die SWOT-Analyse in Verbindung mit der Balanced-Scorecard enorme Hilfestellungen bieten. Diese Instrumente sind weit verbreitet und in der Managementliteratur ein fester Bestandteil der Unternehmensanalyse. Beispielsweise lassen sich soziale als auch \u00f6kologische Dimensionen und Sichten in eine BSC gut integrieren. Je nach Bedarf kann auch eine spezielle CSR-BSC entworfen werden, die dann als eigener Bestandteil in eine \u00fcbergeordnete BSC integriert werden kann.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Umsetzung_der_Prozesse\" class=\"mw-headline\"> 7.3.3 Umsetzung der Prozesse <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">CSR mu\u00df sich in konkretem Handeln \u00e4u\u00dfern und ist ein Aktionstool. Es sollte darauf geachtet werden, da\u00df CSR nicht als ein theoretisches Gebilde, welches nur wage Handlungsempfehlungen definiert, gesehen wird. Es ist unabdingbar, da\u00df CSR im und au\u00dferhalb des Unternehmens ernst kommuniziert und umgesetzt wird. Letztendlich basiert darauf die Glaubw\u00fcrdigkeit des Unternehmens gegen\u00fcber den Mitarbeitern und externen Anspruchsgruppen. Das Unternehmen sollte sich also fragen, in welchen Handlungsfeldern CSR betrieben werden soll und wo konkrete Leistungen als auch Aktivit\u00e4ten realisiert werden m\u00fcssen. Zudem ist festzulegen, ob und wie CSR-Aktivit\u00e4ten an den Wertsch\u00f6pfungsprozess angekoppelt werden k\u00f6nnen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn ein l\u00e4ngerfristiges Engagement aufgebaut werden soll und die Mitarbeiter als auch die F\u00fchrungskr\u00e4fte und sogar die Kunden im Rahmen des Prosumings geschult werden m\u00fcssen, damit sie zu CSR-Aktivit\u00e4ten Werte beisteuern k\u00f6nnen. Es ist jedoch zuvor zu untersuchen, ob bestimmte Werte im Alltag durch die Anspruchsgruppen \u00fcberhaupt gelebt werden wollen. Dies schlie\u00dft mit ein, da\u00df die Werte, die erzielt werden sollen, auch ihre Wirkung entfalten k\u00f6nnen. Es sollte also nicht bei punktuellen Aktionen von CSR bleiben. Vielmehr ist CSR als ein kontinuierlicher Prozess, der st\u00e4ndig angepasst werden mu\u00df, zu sehen. Dies schlie\u00dft auch mit ein, da\u00df CSR-Aktivit\u00e4ten ggfs. auch zur\u00fcckgenommen werden. Jedoch ist dies mit Risiken verbunden. Hat sich ein Unternehmen einmal zu CSR-Aktivit\u00e4ten entschlossen, ist eine Abschaffung dieser meist mit demotivierenden Elementen verbunden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Informationsprozesse\" class=\"mw-headline\"> 7.3.4 Informationsprozesse <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Abschnitt behandelt die \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Rahmen der CSR-Aktivit\u00e4ten. So ist es wichtig, da\u00df die Anspruchsgruppen von den geplanten Aktivit\u00e4ten erfahren und bereits im Vorfeld in den Prozess mit eingef\u00fchrt werden. Vielfach wird soziales Engagement von den Unternehmen kommuniziert, ohne jedoch genaue Informationen \u00fcber die Aktivit\u00e4ten zu ver\u00f6ffentlichen. Es ist jedoch von essenzieller Bedeutung, da\u00df CSR-Aktivit\u00e4ten in Bezug auf die Meinungsbildung der Anspruchsgruppen kommuniziert werden. Wenn das Unternehmen \u00f6ffentlich kommuniziert, welche Aktivit\u00e4ten erfolgreiches Wirtschaften und nachhaltiges Handeln f\u00f6rdern, k\u00f6nnen die entsprechenden Synergien in Gang gesetzt werden. In Bezug auf innerbetriebliche Strukturen ist es wichtig, da\u00df Leistungen und Aktivit\u00e4ten in Bezug auf CSR vermittelt werden. Schlie\u00dflich mu\u00df die Belegschaft im Rahmen des CSR mitziehen und an der Basis bereit sein, die Pl\u00e4ne umzusetzen. So ist es wichtig, da\u00df die im Rahmen der geplanten Aktivit\u00e4ten bereitgestellten Ressourcen entsprechend mit einer gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Wirkung eingesetzt werden. Dies kann bestm\u00f6glichst geschehen, wenn die Mitarbeiter als auch die Stakeholder umfassend \u00fcber die CSR-Aktivit\u00e4ten, die Ziele sowie den damit verbundenen Nutzen informiert werden. Entsprechende sozial\u00f6konomische Instrumente der Unternehmensf\u00fchrung k\u00f6nnen hier helfen, Akzeptanz zu schaffen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Lernen_innerhalb_der_Organisation\" class=\"mw-headline\"> 7.3.5 Lernen innerhalb der Organisation <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Lernen, die Haltung der Mitarbeiter als auch deren Einstellung soll durch CSR-Aktivit\u00e4ten beeinflusst werden. Es ist wichtig, da\u00df das Lernen der Organisation durch CSR-Aktivit\u00e4ten positiv beeinflusst wird. Dies schlie\u00dft die F\u00f6rderung benachteiligter Gruppen, wie beispielsweise Menschen mit einer Behinderung, mit ein. Auch m\u00fcssen Bereiche der Sozialkompetenz wie Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Kommunikation und Geduld vermittelt werden, damit ein harmonischer Betriebsablauf gew\u00e4hrleistet werden kann. Auch die Umsetzung von Chancengleichheit erfordert es, da\u00df eine Auseinandersetzung bez\u00fcglich der Lernprozesse der Genderfragen als auch der Sprache gef\u00fchrt wird. Jedoch spielen Lernprozesse auch im traditionellen Sinne eine wichtige Rolle. So mu\u00df in jedem Fall die Konzentration auf eine entsprechende Personalentwicklung gelegt werden, damit die Mitarbeiter durch Entwicklungsperspektiven motiviert werden. Damit entsteht eine Win-Win Situation, die sich auf Seiten des Unternehmens als interessanter und attraktiver Arbeitgeber widerspiegelt und andererseits durch das Personal, welches f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Arbeitsmarkt attraktiv bleibt, abbildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des Innovationsmanagements spielen Lernprozesse eine sehr wichtige Rolle. So kann CSR unter g\u00fcnstigen Bedingungen kreative Prozesse frei setzen und ein innovationsfreudiges Klima schaffen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Psychologische_und_soziale_Prozesse\" class=\"mw-headline\"> 7.3.6 Psychologische und soziale Prozesse <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">CSR soll als kommunikatives Projekt im Unternehmen verstanden werden. Dies setzt jedoch voraus, da\u00df kooperative Beziehungen zwischen den Anspruchsgruppen existieren. Diese m\u00fcssen laufend gepflegt und entwickelt werden. Hier ist es seitens der Unternehmensleitung wichtig, Motivation zu verbreiten und Konflikte zu regeln. So ist ethisches Engagement mit vielen Emotionen verkn\u00fcpft. Da\u00df diese durch ein sozial\u00f6kologisch organisiertes Unternehmen besser verarbeitet werden k\u00f6nnen, als durch ein hierarchisch dominiertes Unternehmen, sieht man am Erfolgspotenzial der jeweiligen Unternehmen im Vergleich. Somit ist es wichtig, da\u00df der Interessensausgleich der unterschiedlichen Anspruchsgruppen gew\u00e4hrt wird und Konflikte nicht durch das Recht des St\u00e4rkeren gel\u00f6st werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Corporate_Social_Responsibility-Management\" class=\"mw-headline\"> 7.3.7 Corporate Social Responsibility-Management <\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit CSR im Unternehmen wirksam vollzogen werden kann, gen\u00fcgt es nicht, eine vorher ethische Grundhaltung sowie festgelegte Aktivit\u00e4ten einfach zu leben und abzuarbeiten. Vielmehr sollte CSR als ein kontinuierlicher Prozess, der gesteuert und evaluiert werden mu\u00df, angesehen werden. Hierbei kann man sich bestimmter Managementtools, wie der BSC, bedienen. Das schlie\u00dft jedoch auch die Schaffung von Verantwortlichkeiten und Beauftragten mit ein. Es ist wichtig, da\u00df Aufgaben in konkretisierter Weise vergeben und Kompetenzen definiert werden. Es mu\u00df klar sein, da\u00df CSR-Prozesse auf der Ebene der Gesch\u00e4ftsleitung emporgebracht und dort angesiedelt werden. Vielfach wird CSR jedoch zur Chefsache erhoben. Dies ist jedoch in seiner eigentlichen Definition irref\u00fchrend. Es ist sicherlich richtig, da\u00df es sich bei diesem Instrument um einen wichtigen Managementbereich des Unternehmens, der jedoch genauso gut delegiert und durch Vorgaben realisiert werden kann, handelt. Deshalb ist es wichtig, da\u00df verschiedene Anspruchsgruppen mit in den Prozess eingebunden werden und im Rahmen eines <i>Open-Managements<\/i> viele Ideen in den Prozess einflie\u00dfen. Wenn jedoch vereinzelt in der Literatur von Chefsache gesprochen wird, wird hierunter oft ein <i>Closed-Management<\/i> verstanden, welches jedoch im vorliegenden Fall zu negativen Konsequenzen f\u00fchren kann. CSR wird also im Fazit als ein Prozess verstanden, dessen vielf\u00e4ltige Instrumente der Organisationsentwicklung zur Realisierung verhelfen k\u00f6nnen und somit ein erfolgreiches Management aufbauen und in die Zukunft f\u00fchren kann. Im Zuge des CSR sollten s\u00e4mtliche Wesenselemente eines Unternehmens, die durch eine BSC identifiziert werden k\u00f6nnen, im Blickfeld der Anspruchsgruppen sowie des Managements sein. Dabei helfen die vorgestellten Prozesse, eine Erfolg verprechende Unternehmensentwicklung als auch eine gute Wirksamkeit von CSR im Unternehmen zu realisieren.<sup>12<\/sup><\/p>\n<h1 style=\"text-align: left;\"><span id=\"Chancen_und_Risiken_von_Corporate_Social_Responsibility-Ma.C3.9Fnahmen\" class=\"mw-headline\"> 8 Chancen und Risiken von Corporate Social Responsibility-Ma\u00dfnahmen <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Kapitel befasst sich mit der Frage, was die CSR-Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das Unternehmen aus strategischer Sicht bedeuten. Insbesondere soll auf die Chancen und Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen dieser Aktivit\u00e4ten unterliegt, eingegangen werden. In der Fachliteratur und auch in der \u00f6ffentlichen Meinung wird CSR stets mit positiven Aspekten verkn\u00fcpft. Jedoch ist auch auf die kritischen Bestandteile von CSR, die im zweiten Abschnitt dieses Kapitels vorgestellt werden sollen, einzugehen. Wenn Unternehmen auf die Frage antworten, welche positiven Eigenschaften CSR f\u00fcr ihr Unternehmen gebracht hat und noch immer bringt, so wird oft geantwortet, da\u00df die Motivation bei der Belegschaft gestiegen ist und sich diese mit dem Unternehmen besser identifizieren kann. Jedoch ist nicht klar, was diese Motivation nun im Detail ausmacht. Sind es die Unternehmenspers\u00f6nlichkeiten, die sozial\u00f6konomisch, kreativ und innovativ das Unternehmensleitbild vorleben und damit die Mitarbeiter begeistern oder sind es zufriedenere Anspruchsgruppen, die durch ihr positives Feedback das Unternehmen zu Leistungen antreibt. Im Allgemeinen kann jedoch von einer Wechselwirkung dieser Faktoren aufeinander mit einer gleichzeitigen Steigerung des Wertebewusstseins ausgegangen werden. Jedoch k\u00f6nnen CSR-Aktivit\u00e4ten an sich auch Energien frei setzen und ein positives Milieu f\u00fcr ein virales Unternehmen f\u00f6rdern.<sup>13<\/sup> CSR wird damit als Treiber, der durch Schaffung von Akzeptanz die Anspruchsgruppen im Unternehmen zu erh\u00f6hten Leistungen anspornt, verstanden.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Chancen_von_CSR-Aktivit.C3.A4ten\" class=\"mw-headline\"> 8.1 Chancen von CSR-Aktivit\u00e4ten <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chancen f\u00fcr ein Unternehmen liegen in erster Linie in dem sozialen Engagement und der damit verbundenen besseren Au\u00dfenwirkung im Unternehmen. Dies schlie\u00dft auch die Werte, die durch ein Unternehmen vermittelt werden sollten, mit ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die bedeutensten Chancen k\u00f6nnen wie folgt dargestellt werden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Steigung der Marktattraktivit\u00e4t des Unternehmens f\u00fcr die Anspruchsgruppen als auch f\u00fcr zuk\u00fcnftige Mitarbeiter. Dies impliziert einen h\u00f6heren Status des Unternehmens, einen h\u00f6heren Wert und damit auch einen, bezogen auf die Personalpolitik, niedrigeren Fluktuationsgrad.<\/li>\n<li>Die \u00d6ffnung der Unternehmenskultur bewirkt, da\u00df die Sozialkompetenz des Unternehmens steigt. Dadurch steigt auch der Identifikationsgrad der Belegschaft zum Unternehmen.<\/li>\n<li>Resultierend aus Punkt 2 steigt die Motivations- und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, die letztendlich auch verantwortlich f\u00fcr die Gestaltung der Innovationen sind.<\/li>\n<li>Steigerung der Vertrauensbasis auf allen Ebenen des Unternehmens. Dies schlie\u00dft die externe als auch die interne Basis hinsichtlich der Lieferanten und Geldgeber mit ein.<\/li>\n<li>Die Akzeptanz im lokalen Umfeld steigt.<\/li>\n<li>Festigung der Kundenkontakte durch eine offenere Kommunikation.<\/li>\n<li>ein l\u00e4ngerfristiges Engagement in Bezug auf einen positiven wirtschaftlichen Nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Unternehmen, welches sozial\u00f6kologisch handelt und diese Handlungen nicht nur auf der Oberfl\u00e4che betreibt, erh\u00e4lt letztendlich ein marktseitigen Ruf, der es dem HR Management erleichtert, potenziell kompetente Mitarbeiter anzuwerben. Oft wird sozial\u00f6kologische Verantwortung von Bewerbern als wichtiger Faktor genannt, der f\u00fcr den Grund einer Bewerbung in einem Unternehmen spricht.<sup>14<\/sup> Gerade dies f\u00fchrt auch zu Initiativbewerbungen. Auch f\u00fchrt dies dazu, da\u00df gute Mitarbeiter dem Unternehmen l\u00e4nger erhalten bleiben. Folglich sinkt die Fluktuationsrate, der Cooperate Identity Index steigt. Somit lassen sich kompetente Mitarbeiter nicht so leicht abwerben. Ab einem bestimmten Gehaltsniveau, der gerade im h\u00f6her qualifizierten Sektor vorhanden ist, spielt ein noch mehr an Gehalt nicht unbedingt die entscheidende Rolle f\u00fcr einen Arbeitsplatzwechsel. Vielmehr kommen weiche Faktoren in den Fokus der Betrachtung des Mitarbeiters. Schaut man auf die kulturellen und menschlichen Aspekte aus Sicht des Unternehmens, so wird deutlich, da\u00df im Rahmen einer HR-Initiative auch hier zuerst auf die Person und sp\u00e4ter auf die Qualifikation geachtet wird. Gerade auf den Bereich der KMU trifft dieser Faktor zu. Hier wird zun\u00e4chst darauf geachtet, ob der Bewerber pers\u00f6nlich in das Unternehmen passt. Die Qualifikationen sind von einem Gro\u00dfteil der Bewerber ohnehin erf\u00fcllt. Im KMU Bereich sind viele Unternehmen im Rahmen des CSR sehr aktiv und erfolgreich in Bezug auf ihre Innovationen. So kann es vorkommen, da\u00df kleine Unternehmen in einem bestimmten Bereich Weltmarktf\u00fchrer sind. Ihre dahingehende Kompetenz und individuelle Betreuung auf der Absatzseite geben diesen Unternehmen den entscheidenden Vorsprung. Diese Art der individuellen Ausrichtung an den Kunden kann ein gro\u00dfes Unternehmen oftmals gar nicht aufwenden, da es oftmals einem Rahmen der Effizienz und damit einem einhergehenden Rationalisierungszwang unterliegt. Im Bereich der KMU betonen viele Unternehmer den Zusammenhang ihrer CSR Aktivit\u00e4ten und Innovationen. Nach Passavant sind viele Unternehmen \u00fcberzeugt, da\u00df Unternehmen, die sich dem CSR verschrieben haben, eine offene und direkte Kommunikation pflegen und dadurch neue M\u00f6glichkeiten der Innovation entdecken. Dies schafft gleichzeitig Neugierde bei den Beteiligten und f\u00fchrt zur Ermutigung der Mitarbeiter, sich selbst einzubringen und eigene L\u00f6sungsans\u00e4tze zu verwirklichen.<sup>15<\/sup> Gerade diese Haltung spiegelt den Gedanken des Open-Innovation-Konzepts wieder. Hier werden im Gegensatz zur Closed-Innovation, bei der das Unternehmen keine Informationen in Bezug auf die Innovation nach au\u00dfen dringen l\u00e4sst, s\u00e4mtliche Anspruchsgruppen eingeladen, am Innovationsprozess teilzuhaben. Dies ermutigt zudem die Beteiligten, denn sie sind nicht mehr einfach Konsumenten, Lieferanten oder Mitarbeiter. Vielmehr f\u00fchlen sie sich als Entwickler, die an zuk\u00fcnftigen Produkten des Unternehmens teilhaben k\u00f6nnen. Wichtig ist hierbei auch ein kollegialer Austausch. Formalismus, B\u00fcrokratie als auch Hierarchiestufen sollten weitestgehend abgebaut werden. Gerade in einer ungezwungenen Umgebung, in der es keine unmittelbaren Vorgesetzten gibt, k\u00f6nnen sich innovative Ideen am besten entfalten. Weiterhin wird diesbez\u00fcglich vorausgesetzt, da\u00df Ver\u00e4nderungsprozesse und die Identifikation mit dem jeweiligen Produkt oder dem Prozess von den Beteiligten aufgenommen und akzeptiert werden. Oftmals wird gerne am Bew\u00e4hrten, auch wenn es sich als nicht erfolgreich herausstellt, festgehalten. Es bleibt anzumerken, da\u00df eine Vielzahl von Faktoren f\u00fcr den Erfolg im Innovationsgeschehen verantwortlich ist. Jedoch ist die Unternehmenskultur und die Einbeziehung vielf\u00e4ltiger Anspruchsgruppen in den Innovationsprozess ein wesentlicher Aspekt, der den Erfolg eines Projektes vorantreiben kann. Dies setzt jedoch voraus, da\u00df die Unternehmenskultur darauf abzielt, ein entsprechendes Milieu zu schaffen, indem Mitarbeiter ermutigt werden, eigene Ideen einzubringen. Die Beziehungen zu externen Stakeholdern bilden wertere Chancen. Dabei ist nicht nur die Bindung der Mitarbeiter im Unternehmen hoch, vielmehr werden auch die Lieferanten an das Unternehmen gebunden. Somit k\u00f6nnen besser lang andauernde Beziehungen zwischen den Lieferanten und dem eigenen Unternehmen gepflegt werden. Folglich sehen sich die Lieferanten nicht mehr als reine Erf\u00fcller des eigenen Unternehmens. Vielmehr f\u00fchlen sie sich ernst genommen und werden folglich ihr Bestes zur Erf\u00fcllung zuk\u00fcnftiger Auftr\u00e4ge geben. Gerade die Lieferanten sind im Bereich der CSR Aktivit\u00e4ten des eigenen Unternehmens von essenzieller Bedeutung. Denn sie sind letztendlich diejenigen, die die CSR Ausrichtung mittragen m\u00fcssen. Folglich wird die Glaubw\u00fcrdigkeit des Unternehmens gest\u00e4rkt und eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit gew\u00e4hrleistet. Dies setzt eine pers\u00f6nliche Vertrauensbasis voraus, die oftmals sogar wichtiger als schriftliche Vertr\u00e4ge sein kann. Im regionalen Umfeld des Unternehmens k\u00f6nnen positive Effekte in der Hinsicht entstehen, wenn die Mitglieder einer Gemeinschaft ein Unternehmen in ihr Umfeld integrieren. Besonders ist dies von Erfolg gekr\u00f6nt, wenn das Unternehmen Umweltschonende Ma\u00dfnahmen und die Verminderung von Ressourcen verfolgt. Auch sollte sich das Unternehmen fair gegen\u00fcber den Mitarbeitern und Nachbarn verhalten. Gerade im Bereich der KMU ist aus traditionellen Gr\u00fcnden eine solche Integration in den regionalen Bereich sehr verbreitet. Dies zeigt sich beispielsweise darin, wenn ein Unternehmer sich in der regionalen Gemeinschaft bet\u00e4tigt und dort zentrale Aufgaben \u00fcbernimmt. Jedoch wird dies oft durch das Tagesgesch\u00e4ft des eigenen Unternehmens beschr\u00e4nkt, soda\u00df sich der Unternehmer nicht in dem Ma\u00dfe seiner ehrenamtlichen Aufgabe widmen kann, wie es eigentlich vorgesehen ist. Jedoch kann gesagt werden, da\u00df ein Unternehmen, welches sich im regionalen Umfeld bet\u00e4tigt, neue potenzielle Kunden erreichen und eine positive Reputation erlangen kann. Dies kann dann sogar soweit f\u00fchren, da\u00df regionale Kunden sogar bereit sind, einen etwas h\u00f6heren Preis zu zahlen, weil sie wissen, da\u00df das Unternehmen sich positiv in die regionale Gemeinschaft einordnet. Letztendlich ben\u00f6tigt die Kundschaft des Unternehmens aber auch einen gewissen Grad an Bewusstsein f\u00fcr CSR Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf die Wirtschaftlichkeit ist zu hinterfragen, ob sich CSR auch dahingehend lohnt. Wirtschaftlichkeit als auch Effektivit\u00e4t wird als Widerspruch zu ethischen Grunds\u00e4tzen verstanden. Schlie\u00dflich wird im CSR der ideelle und soziale Nutzen einer Gewinnmaximierung vorangestellt. Durch eigene Diskussionen mit Unternehmen im Bereich der KMU wurde jedoch festgestellt, da\u00df man CSR gerne als Konzept verfolgen m\u00f6chte, jedoch auch in dessen Rahmen einen Gewinn erzielen will. Es ist jedoch zu betonen, da\u00df CSR Aktivit\u00e4ten ein Gewinnstreben nicht ausschlie\u00dfen. Vielmehr kann CSR auch einen wirtschaftlichen Nutzen, beispielsweise in Bezug auf dir Reputation, haben. Unternehmen, die ihr Kerngesch\u00e4ft in nachhaltigen Produkten, wie den erneuerbaren Energien oder dem Cradle to Cradle Prinzip sehen, k\u00f6nnen wirtschaftliche Vorteile im Vergleich zu ihren Mitbewerbern erlangen. Auch k\u00f6nnen Unternehmen durch ihre CSR Aktivit\u00e4ten zu interessanten und neuen Kunden kommen, die sie sonst im Rahmen des Wettbewerbs h\u00e4tten verlieren k\u00f6nnen. CSR Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen sich, wenn sie Kunden, Lieferanten als auch \u00fcbrige Anspruchsgruppen \u00fcberzeugen, als ein Marktvorteil erweisen. Hier gilt es, die Glaubw\u00fcrdigkeit des Unternehmens zu forcieren, damit eine entsprechende Reputation erlangt werden kann.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Risiken_von_CSR-Aktivit.C3.A4ten\" class=\"mw-headline\"> 8.2 Risiken von CSR-Aktivit\u00e4ten <\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">CSR hat nicht ausschlie\u00dflich Vorteile. So k\u00f6nnen derartige Aktivit\u00e4ten auch zu Schwierigkeiten f\u00fchren. Diese k\u00f6nnen dann zu Misserfolgen f\u00fchren, wenn sie nicht korrekt angegangen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Folgende Risiken werden von Passavant identifiziert, die hier in Ausz\u00fcgen genannt werden sollen:<sup>16<\/sup><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Es werden Leistungen im Rahmen der CSR mit den Anspruchsgruppen vereinbart, die das Unternehmen jedoch l\u00e4ngerfristig nicht erf\u00fcllen kann<\/li>\n<li>Nachfolgeregelungen k\u00f6nnen erschwert werden<\/li>\n<li>Durch CSR Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen Mitarbeiter \u00fcberfordert werden, wenn sie neben dem \u00fcblichen Tagesgesch\u00e4ft weitere CSR Aufgaben annehmen m\u00fcssen<\/li>\n<li>Durch CSR Aktivit\u00e4ten kann das Unternehmen in einem Preiskampf nicht mehr mithalten<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn sich ein Unternehmen im Rahmen von CSR Aktivit\u00e4ten einem entsprechenden Verhalten verschrieben hat, sollte es \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum diesen Aktivit\u00e4ten auch nachgehen und sie im Rahmen des Tagesgesch\u00e4fts zu integrieren wissen. Jedoch kann es vorkommen, da\u00df sich ein Unternehmen mit einer zu umfangreichen Implementierung von CSR Aktivit\u00e4ten \u00fcbernimmt. Dann kann es beispielsweise vorkommen, da\u00df Unternehmen zuvor gro\u00dfz\u00fcgig geregelte Urlaubsregelungen oder Zusatzentgelte wieder zur\u00fccknehmen m\u00fcssen, da sie durch das Unternehmen nicht mehr tragbar sind. Hierbei ist nicht immer der finanzielle Aspekt ausschlaggebend. Vielmehr kann auch ein organisatorischer Aspekt Grund f\u00fcr eine sp\u00e4tere R\u00fccknahme sein. So kann beispielsweise durch eine zu flexible Arbeitszeitregelung die Belastungssituation f\u00fcr andere Mitarbeiter rapide ansteigen. Auch kann eine \u00fcberdurchschnittliche Bezahlung unterqualifizierte Arbeitnehmer ans Unternehmen binden, was unter bestimmten Konstellationen gar nicht gewollt ist. Weiterhin kann sich durch eine zu strikte CSR Anbindung eine Trennung von nicht idealen Arbeitsvertr\u00e4gen als schwierig erweisen. Werden dann Mitarbeiter, denen unter normalen Umst\u00e4nden gek\u00fcndigt w\u00fcrde, weiterbesch\u00e4ftigt, kann dies ein Unternehmen in die Schieflage bringen. Betrachtet man die Nachfolgeregelungen, denen sich vorallem familien gef\u00fchrte Unternehmen gegen\u00fcbersehen, so wird klar, da\u00df sich die Unternehmenskultur, die ma\u00dfgeblich durch die Gesch\u00e4ftsleitung gepr\u00e4gt wurde, eine wichtige Rolle spielt. Im Rahmen einer Nachfolgeregelung kann es f\u00fcr den nachfolgenden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer schwierig werden, wenn eine \u00f6konomisch als auch \u00f6kologisch nachhaltige L\u00f6sung gefunden werden soll. Bisherige CSR Aktivit\u00e4ten m\u00fcssen eventuell aufgehoben oder vermindert werden. Jedoch kann eine Nachfolgeregelung auch als Chance gesehen werden, wenn die Grundwerte des Unternehmens im Rahmen einer sozialverantwortlichen als auch kommunikativ- intergierenden Unternehmenskultur durch einen neuen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer weitergef\u00fchrt werden. Weiterhin kann als CSR Risiko die h\u00e4ufige Anfrage von schulschwachen Bewerbern gelten. Bei der Fa. XY kommt man immer unter. Dieser Gesichtspunkt kann das Unternehmen in eine Ecke dr\u00e4ngen, in die es unter Umst\u00e4nden sich gar nicht sehen will. Auch kann es im Zuge der erh\u00f6hten Bewerberzahl dann zu massenhaften Absagen kommen, da das Unternehmen sich nicht in der Lage sieht, noch weitere Arbeitspl\u00e4tze zu schaffen. Gerade, wenn Unternehmen Preise f\u00fcr soziales Engagement erhalten, kann dies ein diesbez\u00fcgliches Problem werden. Ein weiteres Risiko von CSR liegt in einer ausgepr\u00e4gten Erwartungshaltung seitens der Anspruchsgruppen des Unternehmens. So kann ein \u00f6ffentliches CSR Erwartungen erwecken, die das Unternehmen oftmals gar nicht befriedigen kann, insbesondere dann, wenn diese Erwartungen als eher unrealistisch einzustufen sind. Will ein Unternehmen sich im Bereich des CSR engagieren, sollte es beachten, da\u00df es in Zukunft darauf abgestempelt wird, ein gutes Unternehmen zu sein. Tritt es dann mit diesen Aktivit\u00e4ten forciert an die \u00d6ffentlichkeit, so kann die Glaubw\u00fcrdigkeit sehr schnell durch eine falsche oder nicht entsprechend der Erwartung gerechte Aktivit\u00e4t zerst\u00f6rt werden. Letztendlich wird das Unternehmen durch die Medien, Mitarbeiter und Anspruchsgruppen etc. entsprechend beobachtet und kontinuierlich bewertet. Wird dann im Rahmen einer CSR-Aktivit\u00e4t eine Diskrepanz ausgemacht, kann dies als sofortige Verfehlung gewertet werden, die einen direkten Vertrauensverlust als auch eine Demotivation der Beteiligten zur Folge hat. Neben dem Bereich der Erwartungshaltungen werden CSR Aktivit\u00e4ten von Seiten des Unternehmens entweder freiwillig oder als bewusste Entscheidung, die dann an Eigendynamik gewinnt, gesehen werden. In dessen Folge werden dann soziale Leistungen zunehmend in den Gesch\u00e4ftsablauf integriert, bis sie schlie\u00dflich als selbstverst\u00e4ndlich angesehen werden. Als Beispiele kann die unternehmensinterne Betreuung von Kindern der Mitarbeiter, die Gemeinschaftsverpflegung als auch die Altersversorgung genannt werden. Die mit der Zeit als Standard angesehenen Leistungen k\u00f6nnen sich gerade in strukturschwachen Zeiten als Risiko herausstellen. Weiterhin sollte ein Unternehmen, welches CSR betreibt, sich der normalen Marktrisiken im Klaren sein. Gerade CSR kann Marktrisiken f\u00f6rdern. So sind die Halbwertszeiten von Produkten sehr kurz. Dies kann jedoch Mitbewerber nicht vom Kopieren dieser abhalten. Dies kann zwar f\u00fcr die Gesellschaft in Hinblick auf die CSR Bem\u00fchungen der Unternehmen erfreulich erscheinen, ist aber f\u00fcr das einzelne Unternehmen oftmals existenzbedrohend. So kann ein Unternehmen, welches auf \u00f6kologische Nachhaltigkeit setzt noch in den Anf\u00e4ngen seines Schaffens bel\u00e4chelt werden. Jedoch werden im Laufe der Zeit viele Unternehmen nachziehen und ein gleiches Produkt anbieten, vor allem dann, wenn es sich hier um einen neuen Absatzmarkt handelt. Das Pionierunternehmen muss dann nachziehen und wiederum neue Ideen konzipieren und realisieren. Jedoch k\u00f6nnen im Rahmen der \u00f6ffentlichen Ausschreibungen CSR Aktivit\u00e4ten, die oftmals mit einem h\u00f6heren Preis verbunden sind, zum Nachteil in der Auftragsvergabe f\u00fchren.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Fazit\" class=\"mw-headline\"> 9 Fazit <\/span><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">CSR kann als ein Prozess gesehen werden, der sich auf s\u00e4mtliche Unternehmensbereiche ausweitet. Die damit oben dargestellten Risiken sollten in die \u00dcberlegung im Rahmen einer Implementierung einflie\u00dfen. Will ein Unternehmen, welches sich zun\u00e4chst bestimmten CSR Aktivit\u00e4ten verschrieben hat, im Nachhinein von diesen abkehren, sollte es sich im Klaren sein, da\u00df es nicht so ohne weiteres zur\u00fcckrudern kann. Ein Unternehmen, welches sich sozial\u00f6kologisch engagiert kommt in Erkl\u00e4rungsn\u00f6te, wenn dieses Engagement den Anspruchsgruppen auf einmal entzogen wird. CSR hat f\u00fcr das Unternehmen in erster Linie einen strategischen Charakter. Dies unterst\u00fctzt das Unternehmen darin, sich in Zukunft auf neue Wege einzulassen und innovative Ideen zu realisieren. So betrifft das Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens nicht nur die Produkte, sondern auch die Organisation als auch die Kultur. Daraus folgt, da\u00df die Attraktivit\u00e4t des Unternehmens f\u00fcr potenzielle Mitarbeiter, Kunden aber auch Lieferanten steigt. Daraus kann in folge dessen eine vertrauensvolle Kooperation wachsen. Will ein Unternehmen gesellschaftliche als auch wirtschaftliche Ziele erreichen, sollte es im Rahmen einer l\u00e4ngerfristigen Orientierung arbeiten und ein intuitives Verst\u00e4ndnis von CSR haben. Vor allem KMU haben im Falle einer Technologief\u00fchrerschaft ein gutes Standbein, um CSR realisieren zu k\u00f6nnen. Wenn sich ein Unternehmen in einem hohen Qualit\u00e4tsstandard positioniert, kann es durchaus Chancen im Rahmen des CSR Managements haben. Positioniert es sich jedoch in Me-Too Projekten, wird es im Rahmen des Preiskampfs sich nicht so erfolgreich mit CSR Produkten positionieren k\u00f6nnen. Ebenso wird eine Positionierung im Mittelfeld sich als erfolgreich erweisen, da auch hier ein erbitterter Preiskampf herrscht. Ein Unternehmen sollte stets seine Einzigartigkeit im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements etablieren. Dies bildet letztendlich den besten Vorteil vor potenziellen Mitbewerbern. Die systemische Herangehensweise an Probleme sollte das Unternehmen in jeder Hinsicht nutzen, um Vorteile gegen\u00fcber weiteren Anbietern zu erlangen. Damit ein KMU die strategischen Chancen nutzen kann, sollte es sich an einigen Fakten festhalten. Zum einen sollte das soziale Engagement zu den unternehmerischen Aktivit\u00e4ten passen. Zum anderen sollten die CSR Aktivit\u00e4ten stets dem Kerngesch\u00e4ft des Unternehmens entsprechen und nicht im Widerspruch dessen stehen. Denn schlie\u00dflich sollten auch im Rahmen dieser Verantwortung die gesch\u00e4ftlichen Kompetenzen mit eingebracht werden. Allgemein gesprochen lohnt es sich immer f\u00fcr ein Unternehmen, sozial als auch \u00f6kologisch Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Ein solches Engagement kann sich stets positiv auf den Wertsch\u00f6pfungsprozess auswirken, insbesondere wenn dieses langfristig ausgelegt ist. Denn eine langfristige Verankerung erh\u00f6ht auch die CI bei den Mitarbeitern. Corporate Social Responsibility wirkt sich auf s\u00e4mtliche Bereiche eines Unternehmens intern als auch extern aus. Hierbei handelt es sich um komplexe Prozesse, die sicherlich nicht ohne weiteres steuerbar sind. Letztendlich h\u00e4ngt es vom jeweiligen Unternehmen selbst ab, ob es diese Prozesse zu organisieren vermag. CSR kann als Chance f\u00fcr ein Unternehmen gesehen werden. Hat es sich jedoch einmal der CSR Politik verschrieben, so wird es schwer sein, diesbez\u00fcglich zur\u00fcck zu rudern.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span id=\"Fu.C3.9Fnoten\" class=\"mw-headline\"> Fu\u00dfnoten <\/span><\/h1>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>vgl. M\u00fcnstermann (2007), S. 2<\/li>\n<li>vgl. M\u00fcnstermann (2007), S. 2<\/li>\n<li>vgl. Abb. 2<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.64<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.66<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.66<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.68<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.70<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.74<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.74<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.74<\/li>\n<li>vgl. Abb. 4<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.108<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.109<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.110<\/li>\n<li>vgl. Jakob (2009), S.113<\/li>\n<\/ol>\n<h1 style=\"text-align: justify;\">Abbildungen (Auszug)<\/h1>\n<div id=\"jig1\" class=\"justified-image-grid jig-e27aaaf2a192c688e52238fddff9df98 jig-preset-global jig-source-wp-gallery\"><div class=\"jig-clearfix\"><\/div><noscript id=\"jig1-html\" class=\"justified-image-grid-html\" data-lazy-src=\"skiplazyload\" data-src=\"skipunveillazyload\"><ul><li><a href=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Drei_saeulen_modell_csr.jpg\" title=\"Drei_saeulen_modell_csr\"><img src=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Farchive.edu.net.co%2Fstart%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F05%2FDrei_saeulen_modell_csr.jpg&amp;h=280&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Abbildung 2: Drei-S\u00e4ulen-Modell der Corporate Social Responsibility; Quelle: Krah, E. (2011)\" width=\"398\" height=\"280\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Abbildung 2: Drei-S\u00e4ulen-Modell der Corporate Social Responsibility; Quelle: Krah, E. (2011)<br\/>Drei_saeulen_modell_csr<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Prozessdimensionen_csr_krah.jpg\" title=\"Prozessdimensionen_csr_krah\"><img src=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Farchive.edu.net.co%2Fstart%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F05%2FProzessdimensionen_csr_krah.jpg&amp;h=280&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Abbildung 3: Prozessdimensionen im Corporate Social Responsibility; Quelle: Krah, E. (2011)\" width=\"373\" height=\"280\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Abbildung 3: Prozessdimensionen im Corporate Social Responsibility; Quelle: Krah, E. (2011)<br\/>Prozessdimensionen_csr_krah<\/p><\/li><li><a href=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Prozess_csr_krah.jpg\" title=\"Prozess_csr_krah\"><img src=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/plugins\/justified-image-grid\/timthumb.php?src=https%3A%2F%2Farchive.edu.net.co%2Fstart%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F05%2FProzess_csr_krah.jpg&amp;h=280&amp;q=90&amp;f=.jpg\" alt=\"Abbildung 4: CSR-Prozess; Quelle: Krah, E. (2011)\" width=\"373\" height=\"280\" \/><\/a><p class=\"jig-HTMLdescription\">Abbildung 4: CSR-Prozess; Quelle: Krah, E. (2011)<br\/>Prozess_csr_krah<\/p><\/li><\/ul><\/noscript><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) werden jene Unternehmen zusammen gefasst, die sich sozial, \u00f6kologisch und nachhaltig engagieren. Im amerikanischen Raum ist diese Bezeichnung weit verbreitet. In vielen Unternehmen ist diese Aufgabe einem festen Bereich im Unternehmen gewidmet. 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