{"id":2380,"date":"2014-02-02T23:39:13","date_gmt":"2014-02-02T21:39:13","guid":{"rendered":"http:\/\/ekrah.com\/start\/?p=2380"},"modified":"2020-02-26T16:37:14","modified_gmt":"2020-02-26T14:37:14","slug":"dritte-auflage-jung-stilling-ein-umriss-seines-lebens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/dritte-auflage-jung-stilling-ein-umriss-seines-lebens\/","title":{"rendered":"Dritte Auflage: Jung-Stilling. Ein Umri\u00df seines Lebens"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817) war ohne Zweifel eine der herausragenden Pers\u00f6nlichkeiten seiner Zeit. Allein schon seine reichen Begabungen und F\u00e4higkeiten sowie seine breite Lebenserfahrung stellen ihn weit \u00fcber die Zeitgenossen heraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon in fr\u00fcher Kindheit half er dem Grossvater, der das K\u00f6hlerhandwerk aus\u00fcbte. Der Vater wies ihn in den Beruf des Schneiders und Knopfmachers ein. Beim Patenonkel lernte er als Heranwachsender die Vermessungskunst. Weil die Familie auch eine teilselbstversorgende Landwirtschaft besass, so kam Stilling auch von kleinauf mit allen Zweigen des Feldbaus und der Viehhaltung in unmittelbare Ber\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der vierj\u00e4hrigen Grundschule und dem Besuch der Lateinschule wirkte Stilling zun\u00e4chst als Dorfschullehrer in seiner Heimat, dem heutigen Kreis Siegen-Wittgenstein im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Mit 22 Jahren zog er als Wandergeselle in das angrenzende Bergische Land, das zu jener Zeit einen ersten industriellen Aufschwung erlebte. Sieben Jahre hindurch war Stilling Hauslehrer und rechte Hand bei einem bedeutenden Unternehmer, Aussenhandelskaufmann und Gutsbesitzer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einem bemerkenswerten Fleiss, den Jung-Stilling zeit seines Lebens auszeichnete, erlernte er zu dieser Zeit mehrere Fremdsprachen und arbeitete sich in die medizinische Grundlagenliteratur ein. Schon 30 Jahre alt, nahm Jung-Stilling das Studium der Medizin auf. In nur kurzer Studiendauer bestand er mit Auszeichnung das Examen. Seine Doktorarbeit verfasste er \u00fcber ein Thema der Erdgeschichte; die Naturwissenschaften z\u00e4hlten 1770 noch zur Medizinischen Fakult\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr sieben Jahre wirkte Jung-Stilling nun als Arzt, Geburtshelfer und Augenarzt im heutigen Wuppertal. Daneben ver\u00f6ffentlichte er mehrere \u00f6konomische und technische Abhandlungen. Das brachte ihm einen Ruf als Professor f\u00fcr angewandte Wirtschaftswissenschaften an die Hochschule in Kaiserslautern ein. Als diese 1784 mit der Universit\u00e4t Heidelberg verschmolzen wurde, \u00fcbersiedelte Jung-Stilling an den Neckar. Schon drei Jahre sp\u00e4ter erhielt er einen ehrenvollen Ruf an die Universit\u00e4t Marburg. Dort lehrte er bis 1803 Wirtschaftswissenschaften sowie \u00fcber mehrere Semester hindurch auch operative Augenheilkunde an der Medizinischen Fakult\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem letzten Lebensabschnitt wirkte Jung-Stilling in Baden. Der ihm befreundete Landesherr Karl Friedrich setzte ihm ein Ehrengehalt aus. In Karlsruhe starb Jung-Stilling 1817.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jung-Stilling war dreimal Witwer geworden. Bei seinem Hinschied sind ihm bereits sieben seiner dreizehn Kinder in den Tod vorausgegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Biographie von Gerhard Merk zeichnet den Lebensweg von Jung-Stilling im einzelnen nach und berichtet \u00fcber seine \u00e4rztlichen und literarischen T\u00e4tigkeiten. Dem Buch sind zwei Register und viele Abbildungen beigegeben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-2383\" style=\"border: 1px solid black;\" alt=\"Umschlag Jung-Stilling\" src=\"http:\/\/ekrah.com\/start\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Umschlag-Jung-Stilling.jpg\" width=\"800\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Umschlag-Jung-Stilling.jpg 800w, https:\/\/archive.edu.net.co\/start\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Umschlag-Jung-Stilling-300x141.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<h2>Details<\/h2>\n<p>Titel: &#8222;Jung-Stilling. Ein Umri\u00df seines Lebens&#8220;<br \/>\nAutor: &#8222;Dr. Gerhard Merk, Universit\u00e4tsprofessor&#8220; in Siegen<br \/>\n3. Auflage 2014<br \/>\nVerlag der Jung-Stilling-Gesellschaft, Siegen<br \/>\nISBN 978-392894-32-4<br \/>\nPreis 18 Euro<br \/>\nErscheint: voraussichtlich M\u00e4rz\/April 2014<br \/>\nErh\u00e4ltlich in jeder Buchhandlung. Auslieferung erfolgt durch die Buchhandlung MankelMuth GmbH<\/p>\n<p>MankelMuth<br \/>\nHauptmarkt 16-18<br \/>\n57076 Siegen<br \/>\nTel. 0271 4852741<br \/>\nmmbb@mankelmuth.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Johann Heinrich Jung-Stilling (1740-1817) war ohne Zweifel eine der herausragenden Pers\u00f6nlichkeiten seiner Zeit. Allein schon seine reichen Begabungen und F\u00e4higkeiten sowie seine breite Lebenserfahrung stellen ihn weit \u00fcber die Zeitgenossen heraus. Schon in fr\u00fcher Kindheit half er dem Grossvater, der das K\u00f6hlerhandwerk aus\u00fcbte. 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